Samstag, 2. April 2011

Tiguak n'est plus....Trauer in Quebec ...Sad News from Quebec

Tiguak 30.10.1999 - 01.04.2011
Photo:Christa

Tiguak lebt nicht mehr. Am Freitagmorgen um 10.42 Uhr starb die elfjährige Eisbärin während einer geplanten Zahnbehandlung. Hilflos musste das Team von fünf Tierärzten und vier Veterinärtechnikern zuschauen, wie die Eisbärin an einer respiratorische Insuffizienz starb, d.h. Tiguak hörte auf zu atmen. Der Grund für die Narkosekomplikation ist noch unklar.

Eine Autopsie soll die Ursache des plötzlichen Todes der noch jungen Eisbärin klären. Die Mitarbeiter des Aquariums trauern um ihr geliebtes Tier, dessen Tod sie noch nicht fassen können. -

Photo:Christa

"Le personnel de l’Aquarium s’est retrouvé plongé dans la tristesse et la consternation vendredi midi, en apprenant le décès de Tiguak, l’un des deux ours polaires qui partageaient leur quotidien depuis 2002.

La direction de l’établissement a confirmé la nouvelle par voie de communiqué, jeudi, en fin de journée. L’ourse blanche s’est éteinte à 10 h 42, devant le regard impuissant d’une équipe composée notamment de cinq vétérinaires et quatre techniciens en santé animale.

Pour une raison qui demeure nébuleuse à ce stade-ci, l’ourse polaire âgée de 11 ans aurait été frappée d’une défaillance respiratoire alors qu’elle se trouvait en anesthésie générale lors d’une intervention dentaire. .. Une autopsie sera pratiquée sur le corps de Tiguak afin de tenter de comprendre les causes de sa mort. Tiguak était née le 30 octobre 1999 au zoo de Brookfield, à Chicago. "-

Photo:Christa

It is with great sadness that the staff of the Aqarium in Quebec announced the death of their beloved polar bear Tiguak, who was in their care together with male polar bear Eddy since 2002. Friday morning at 10.42 precisely, Tiguak stopped breathing during anaethesia in preparation for a dental treatment. She was only 11 years old.

Tiguak at age 3 /Photo:ZGrmy

Als ich gestern von Tiguaks Tod erfuhr, konnte ich es überhaupt nicht fassen. Nach Maika, Knut, Nanook nun auch sie, die uns verlassen hat. Tiguak war die erste Handaufzucht mit der ich mich näher beschäftigte, nachdem Knut sich, ohne dass ich auf Eisbären irgendwie vorbereitet gewesen wäre, vor 4 Jahren in mein Herz schlich. Der Beginn einer Leidenschaft, die mich so viele Bärenpersönlichkeiten entdecken und lieben lernte.

When I learned yesterday of Tiguak's death, I could not believe it at all. After Maika, Knut, Nanook, now it has been her turn to leave us. Tiguak was the first hand-reared polar bear I made myself familiar with after Knut crept into my heart 4 years ago without being prepared for polar bears at all...It was the beginning of a passion allowing me to discover and to love so many more bear personalities...

Tiguak with her first birthday cake

Und das ist das corpus delicti, das Foto, das maßgeblich zu geheimen Tierkonferenzen und Verschwörungen zwischen Simba und Knut führen sollte, der Hintergrund für enthusiastisches Suchen nach den kreativsten, schönsten und beeindruckendsten Geburtstagstorten - infiziert von Knut und der Obsession, dass auch er zu seinem ersten Geburtstag eine mindestens ebenso, wenn nicht noch standesgemäßere Geburtstagstorte aus Eis "gebacken" bekommen müsse. Einige Knut Blogger werden sich vielleicht noch an die (niemals fertig gewordene) Geschichte erinnern, die Knut mit einer Eismaschine auf die Insel Rodrigues bringen sollte, um einer gewissen Mami Simba wieder zur Normalität zu verhelfen...Letztlich war es Tiguak, die hinter allem stand, ihre Torte war einfach nur inspirierend...

And this was the photo which made it not only straight into my heart but would change dramatically the course of so many things...It became quite an obsession to get Knut such a wonderful birthday cake for his first birthday too. As some Knut bloggers might remember, the whole plot (never finished) of making Knut come to Rodrigues Island with an ice-machine to help Mami Simba getting back to normal, would never have come up without beautiful and sweet Tiguak, you could say, she was behind everything, she was the inspiration for what would become the Mami Simba & Simba stories and the never ending passion for birthday cakes in general...Am 30. Oktober 1999 brachte Eisbärin Arki im Brookfield-Zoo in Chicago zwei kleine Eisbärmädels auf die Welt. Obwohl sie bis dahin Nachwuchs immer erfolgreich aufgezogen hatte, verließ sie am 4.Tag die Höhle und hörte auf, sich um die beiden Kleinen zu kümmern. -

On October 30, 1999 Arki polar bear gave birth to two female cubs at Brookfield-Zoo in Chicago. Despite her success rearing previous offspring, Arki left maternity den on the fourth day and stopped caring for Tiguak and her twin sister.

Um ihr Leben zu retten, entschieden sich Zoomitarbeiter die beiden Jungtiere von Hand aufzuziehen, doch trotz Notfallbehandlung überlebte Tiguaks Zwillingschwester nur wenige Tage. Tiguak wog bei ihrer Geburt gerade mal ein halbes Pfund. -

To save their lives, the zoo staff decided to hand-raise them. Although they got emergency treatment, Tiguak's sister did not survive and died after a few days. Tiguak weighed 1/2 pound when she was born.

Ähnlich wie Knut musste sie einige Zeit, - rund einen Monat -, im Brutkasten verbringen um ihren Körper warmzuhalten, alle 2 Stunden wurde sie mit der Flasche gefüttert und alle 3 Stunden wurden ihre Temperatur, Puls, Gewicht kontrolliert.-

Similar to Knut she had to spend some time in an incubator to keep her body at a good temperature and was bottle fed every two hours. Every 3 hours her temperature, pulse, weight, and rates were taken. Tiguak was in the incubator for about a month.
Am 7. Dezember konnte das Rund-um-die Uhr Monitoring beendet werden, Tiguak kam erstmal ins Tierkrankenhaus.-

On December 7 the 24 hours watch could be stopped and Tiguak could be moved to the Animal Hospital.
Am 9. Januar 2000 bekam Tiguak ihren ersten Eisblock, sie wog 14 Pfund und man sagt, sie sei auf ihrer ersten arktischen Erfahrung eingeschlafen...-

On 9 January 2000 Tiguak got her first block of ice, she weighed 14 pounds at that time and was said to have napped on her first Arctic experience...
Erstes Bad.
Für ihre Pfleger war es das erste Mal, dass sie Mutterstelle bei einem Eisbärbaby einnahmen, am 21. Januar bekam die Kleine offiziell ihren Namen Tiguak, das ist Inuit und bedeutet "adoptiert". Manche nennen sie noch heute einfach liebevoll nur Tiggy, wie sie zumeist gerufen wurde. -


First bath. For her keepers it was the first time taking care of a baby polar bear and as they had adopted her, they named the little one Tiguak which is Innuit and means adopted. People close to her call her still until today just Tiggy. The official name giving took place on 21 January.

Um diese Zeit herum bekam sie sie auch Stofftiere an denen sie wie Kinder an einer Schmusedecke zur Beruhigung nuckeln konnte. Und sie wuchs und wuchs. Ihre Pfleger wussten, dass sie sie für den Ortwechsel in die Bärengrotten vorbereiten mussten. Sie wurde daran gewöhnt, in Kisten transportiert zu werden und es gab kurze Trips um sie an andere Umgebungen zu gewöhnen.-

Around that time she got stuffed animals for suckling and comfort, similar to the way children use a security blanket. And she continued to grow. Her keepers knew that she had to be prepared for her future home, the Bear Grottos, as she would have outgrown her place soon. They started getting her used to riding in a crate for transportation and they took her on short trips to get her used to other places.

Mit 6 Monaten und gesunde 70 Pfund schwer, hatte Tiguak am 19. April 2000 um 10.00 Uhr bei strömendem Regen ihren ersten öffentlichen Auftritt in der Außenanlage der Bear Grottos. Da sie keine Mutter hatte, die ihr zeigen konnte, wie sie gefahrlos ihre neue Umgebung entdecken konnte, traf das Personal einige Vorkehrungen um sicherzustellen, dass ihr nichts passieren konnte.

Tiguak was 6 months and had grown into a healthy polar bear cub weighing 70 pounds, when she first went on display on April 19 at 10:00 am in the pouring rain in the outdoor exhibit of the Bear Grottos . As she had no mother who could have taught her to explore her surrounding, the staff took some precautions to make sure that she was safe.

So wurden der Wassergraben und Pool solange mit Stroh gefüllt, bis die Pfleger sicher waren, dass Tiguak gut an den Umgang mit Wasser gewöhnt war und sie auch ihre Luft anhalten konnte. Es dauerte nicht lange, bis sie auch eine gute Schwimmerin wurde.-

The moat and pool were filled with straw until the keepers were sure that Tiguak was used to water and could hold her breath. It did not take long until she became a skilled swimmer.

Die kleine Tiguak hatte viel gelernt und war gesund. Aber sie war auch alleine und ihre Pfleger machten sich Sorgen, wie ihre Zukunft als handaufgezogene Eisbärin aussehen würde...-

Little Tiguak had learnt a lot and was healthy. But she was also alone and her keepers were worrying about her future as hand-raised polar bear...

Ihre Pfleger waren besorgt, dass wenn sie die ganze Zeit immer von Menschen umgeben sein würde, dass sie nicht lernen könne wie ein Bär zu handeln...Hier kam Eddie ins Spiel! -

Her keepers worried that all the time around humans would make it hard for her to know how to act like a bear...So that's when Eddy enters the stage!

Tiguak und Eddy-
Eddy ist ein geselliger junger Bär, der kurz nach Tiguak am 10.Dezember 1999 im Jardin du Zoologique Quebec in Kanada geboren wurde. Eddy war von seiner Mutter Nanuk aufgezogen worden und hatte ausgezeichnete Bärenfertigkeiten. Pfleger in beiden Zoos dachten, die beiden würden ein großartiges Paar abgeben, wobei Eddy Tiguak beibringen könnte ein echter Bär zu sein. Am 6. Dezember 2000 kam Eddy nach Chicago.

Tiguak und Eddy wurden ziemlich langsam miteinander bekannt gemacht. Für Tiguak war es das erste Mal, dass sie überhaupt einen anderen Eisbären sah. Und da Eisbären normalerweise Einzelgänger sind, gab es einige Befürchtungen, dass die Bären vielleicht nicht miteinander auskommen würden. Tiguak und Eddy wurden erst auf Riechweite untergebracht, dann wurden sie räumlich angenähert, und schließlich sahen sie sich von Angesicht zu Angesicht, bevor sie dann zusammen auf das Gelande kamen. Die Zoomitarbeiter hielten den Atem an, als die Bären zum ersten Mal zusammen waren.

Nach einigem Brüllen und Fauchen, gewann Eddy Tiguaks Sympathie durch den Austausch von ein paar Spielsachen und seiner Hartnäckigkeit. Nun sind die beiden unzertrennlich, essen Nase an Nase und teilen Schlafräume. Man kann sie gut auseinanderhalten, Tiguak ist in der Regel nicht im Wasser, und sieht weich, trocken und kuschelig aus, während Eddy bereits kopfüber im Pool unter seinerLieblingsplastiktonne steckt. Beim letzten Wiegen, brachte es die zierliche Tiguak auf 374 Pfund, während Eddy bei stämmigen 604 Pfund landete. (Übersetzung eines Textextrakts, der in Knuts Blog 2007 veröffentlicht war)

Tiguak und Eddy blieben bis Dezember 2002 im Brookfield Zoo bevor es dann nach Quebec ging.

Photo:Christa

Tiguak and Eddie—
Eddy is a gregarious young bear born shortly after Tiguak on 10 December 1999 in the Jardin Zoologique du Quebec in Canada. Eddy had been raised by his mother Nanuk and had excellent bear skills. Keepers at both zoos thought they’d make a great match, and Eddy could teach Tiguak all about being a bear. So on 6 December 2000 he was moved to Chicago.

Tiguak and Eddy were introduced to each other fairly slowly. This was the first time Tiguak had ever seen another polar bear. And, since polar bears are normally solitary animals, there was some fear that the bears wouldn’t get along. Tiguak and Eddy were put within sniffing distance, then moved closer, and finally face to face before eventually being released into an enclosure together. Keepers held their breath as the bears were together for the first time.

After some growling and roaring, Eddy won Tiguak over by sharing some toys and being persistent. Now, the two bears are inseparable, eating nose to nose and sharing sleeping quarters. You can tell them apart because Tiguak is usually out of the water, soft and dry and fluffy looking. Eddy, meanwhile, is usually bottom up in the pool with his head stuck underneath his favorite plastic barrel. At their last weigh in, Tiguak was a petite 374 pounds, while Eddy was a burly 604."(sorry, no link available, someone had posted this extract 2007 on Knut's Blog)

Tiguak and Eddy stayed at Brookfield Zoo until December 2002 before they wee moved to Quebec.

Tiguak

Der plötzliche Tod von Tiguak ist in mehrfacher Hinsicht sehr tragisch. Erst 2009 hatte man 1.3 Millionen Kanadische Dollar (970 000 Euro) investiert, um für Eddy und Tiguak ein angemessenes Gehege zu schaffen. Man hatte sehr auf Nachwuchs gehofft. Eddy, der die meiste Zeit seines Lebens mit Tiguak verbrachte, ist nun alleine. -

La mort de Tiguak est à bien des égards très tragique. En 2009, le gouvernement avait investi 1,3 million $ afin de permettre à Tiguak de s’accoupler avec Eddy, l’ours mâle de l’Aquarium. Eddy se retrouve désormais seul à pouvoir gambader à l’intérieur du vaste habitat, aménagé spécialement pour lui et sa défunte compagne avec qui il avait passé presque toute sa vie. -

The sudden death of Tiguak is in many respects very tragic. In 2009 1.3 million Canadian dollars(970 000 euros) had been invested to provide an adequate enclosure for Tiguak and Eddy. It was very much hoped that the couple would soon start to have offspring. Eddy, who spent most of his life with Tiguak, is now alone. -

Photo:Christa

Sweet Tiguak, you will be missed sorely, may you rest in peace...!

Sources & Photos:
-
Aquarium du Quebec: Tiguak starb an einem Narkosezwischenfall/Ulli J's Eisbärenblog 02.04.2011
- Tiguak n'est plus/ Canoe Infos 01.04.2011
-
L'Ourse Polaire Tiguak Est Morte/ TVA Nouvelles 01.04.2011
- The Tiguak Group
-
A look back at Tiguak/Brookfield Zoo - Tiguak's first year (all pics of baby Tiguak from there)
-
Photos Tiguak & Eddie 14.03.2010/Christa
- A Video of Tiguak und Eddy
- Tiguak RIP on flickr

Donnerstag, 31. März 2011

Knut....Der kleine Fotograf....The little photographer





- Knut, der kleine Fotograf mit Teleobjektiv -

Photo credits: Christina M. , Album 22.12.2007

Out of the Blue...? Rumours & Theories - Aus heiterem Himmel...?....Gerüchte und Theorien

19.03.2011

Am Samstag , den 19. März starb Knut völlig überraschend am Nachmittag vor 600 bis 700 Besuchern des Zoos. Direkt danach gab es die verschiedensten Spekulationen über die Todesursache, für heute, Donnerstag, den 31. 03., war eigentlich vom Zoo eine Pressekonferenz angekündigt worden, heute sollten die endgültigen Untersuchungsergebnisse vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung vorliegen. Diese liegen in der Tat vor, aber die Pressekonferenz ist aus technischen Gründen auf morgen 10.30 verschoben worden. Nachfolgend die bislang vorliegenden Pressemitteilungen nach den ersten Untersuchungen. Morgen werden wir vielleicht mehr wissen. -

On Saturday, 19 March Knut died unexpectedly in the afternoon in front of 600-700 visitors at his enclosure in the zoo. Immediately after there were many different speculations about the death cause. For today, Thursday, 31 March, a press conference was announced, as for today the final test results from the Berlin Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research were expected. The findings, in fact, were handed over today, but for technical reasons the press conference has been postponed until tomorrow 10.30. Please find following the press releases as published after the first exams so far. And let's see what will bring tomorrow.

19.03.2011

Pressemitteilung vom 22.03.2011

Nach dem Tod von Eisbär „Knut“ fand gestern am 21.03. im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung die Sektion des Tieres statt. Die ersten Untersuchungsergebnisse zeigen deutliche Veränderungen des Gehirns, die als Grund für den plötzlichen Tod des Eisbären angesehen werden können. Andere Organveränderungen wurden von den Pathologen nicht festgestellt. Weitergehende Untersuchungen (Bakteriologie, Histologie) werden noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Über das endgültige Ergebnis werden wir umgehend berichten.

gez. Dr. Bernhard Blaszkiewitz, Gabriele Thöne (siehe auch rbb)


Press Release 22.03.2011

After Knut's death a necrospy was performed yesterday on March 21st at Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung. Initial findings showed significant changes to the brain, which can be viewed as a reason for the polar bear's sudden death. The pathologists have not found other alterations of organs. Further analyses (Bacteriology, Histology) will take a few more days. We will inform you about the final result.

Dr. Bernhard Blaszkiewitz, Gabriele Thöne (See also CBS & The Star)

19.03.2011

Obwohl das endgültige Ergebnis erst für heute erwartet wurde, kursierte gestern bereits in der Presse eine heute vom Zoo dementierte dpa Meldung, über eine angebliche "tödliche Erweiterung der Hirnwasserkammern".

"Die Druckverhältnisse im Gehirn seien so dramatisch verändert gewesen, dass das Tier unvermeidlich auch gestorben wäre, wenn es festen Boden unter den Füßen behalten hätte und nicht ins Wasser gestürzt wäre. Solche Veränderungen der Hirnkammern treten auch bei anderen Tierarten und beim Menschen auf, die Ursachen sind unterschiedlich.

Hinweise auf starken Stress wurden bei der Analyse von Hirnschnitten und anderen Organen nicht gefunden. Solche Spuren hätten sich zum Beispiel in den Nebennieren finden können. ...Auch Hinweise auf einen epileptischen Anfall oder auf klassische Gen-Defekte wurden nicht gefunden.Tierschutz-Organisationen hatten Vermutungen angestellt, der Tod sei die Folge von Inzest. Von neun Eisbären, die Knut-Vater Lars gezeugt hat, sind sieben vorzeitig gestorben. Lars soll selbst aus einer Inzucht-Verbindung stammen. "

(siehe auch Nürnberger Zeitung/30.03. und Tagesspiegel 31.03.2011)


Although the final result was not expected until today, already yesterday a dpa (German Press Agency) report circulated in the press about an alleged "deadly enlargement of the cerebral fluid chambers. " This report was denied today by the Berlin Zoo.

The report stated that "the pressure conditions in the brain were changed so dramatically that the animal would have died inevitable even if it had kept firm ground under his feet and wouldn't have plunged into the water. Such changes in the brain ventricles can occur in other animal species and in humans too, due to different reasons."

"Neither indications of severe stress were found in the analysis of the brain sections and other organs as for example in the adrenal glands, ... nor any evidence of an epileptic seizure or classical genetic defects. Animal Right activist groups had
(wrongly!) suspected that Knut's death had been the result of incest. Knut-father Lars was said to have derived from an inbred connection, and that of 9 polar bears fathered by him 7 had died prematurely. "

(see also News24/30.03.2011)

19.03.2011

Ob die morgige Pressekonferenz die Spekulationen beendet sei dahingestellt, eins ist sicher, es bringt uns Knut nicht zurück und es wird auch den Prozess des Abschiednehmens nicht verkürzen. Und vielleicht geht es darum, einfach einmal mehr akzeptieren zu lernen, dass der Mensch nicht in der Lage ist, die Natur zu kontrollieren, und dass manchmal das Leben einfach nur kurz ist.

Whatever outcome the press conference tomorrow will bring, I doubt it will end the speculations, I doubt it will ease the pain and I doubt we will ever understand why Knut had to go so young. But maybe it's just about that, to accept once again that we can't control Nature and that sometimes a life span is just short.

Related:
- Zoo Berlin gibt erste Untersuchungsergebnisse bekannt/Ulli J's Eisbärblog 22.03.2011
-
Zoo Berlin: Wirrwarr um die Todesursache von Knut/ FAZ 31.03.2011

Sonntag, 27. März 2011

Rennen gegen die Zeit...Oilspill threatens 20,000 rare rockhopper Penguins


20.000 Pinguine durch Ölpest im Atlantik bedroht

Rund 20.000 seltene Felsenpinguine sind durch eine Ölpest im Atlantik bedroht. Es laufe ein "Rennen gegen die Zeit", die Tiere zu retten, teilten die Behörden der knapp 3000 Kilometer westlich der südafrikanischen Küste gelegenen Inselgruppe Tristan da Cunha mit. 500 Felsenpinguine seien an den Stränden des entlegenen Archipels eingesammelt und in eine Tierstation auf die Hauptinsel gebracht worden. Dort sollen sie vom Öl befreit werden, das nach dem Kentern eines Frachtschiffs am Dienstag vor einer Woche ins Meer gelaufen war.

Allerdings geht den Pinguin-Rettern inzwischen das dringend benötigte Reinigungsmaterial für die Tiere aus, obwohl dieses erst am Montag per Schiff geliefert wurde. Ein zweites Schiff mit Nachschub könnte den Behörden zufolge zwar demnächst in Kapstadt ablegen. Die Fahrt dauert aber mehrere Tage.

Tristan da Cunha ist nach Behördenangaben die abgelegenste bewohnte Insel der Welt. Sie gehört zu einem britischen Überseegebiet und wird von etwa 260 Menschen bewohnt. Dort gibt es weder einen Flughafen, noch Hotels oder Restaurants.

That's how they should look...!

Photos: Andrew Evans

"Oil patches cover a northern rockhopper penguin on March 23, a week after a cargo vessel slammed into Nightingale Island in the South Atlantic, initiating a roughly 1,500-ton of fuel-oil spill, according to the U.K.-based Royal Society for the Protection of Birds.

The island, part of the British territory of Tristan da Cunha , is home to 200,000 northern rockhopper penguins, half the world's population. The International Union for Conservation of Nature lists the bird as endangered, due to its mysteriously rapid decline in the past three decades.

On March 18, two days after it had run aground, the Malta-registered "M.S. Oliva broke her back in the force of a relentless swell," leaking oil that spread into an 8-mile (13-kilometer) slick, according to the bird-protection group and the Tristan da Cunha government's website. However the slick seemed to have mostly dissipated by March 23.

Some 65,300 tons of unprocessed soybeans also spilled from into the ocean, and the vegetables' impact to the sensitive marine environment are unknown, the government's website said.

Hundreds of oiled birds are washing ashore, and a preliminary estimate suggests up to 20,000 birds may have been affected, according to the government's website.

"The scene at Nightingale is dreadful," Trevor Glass, the conservation officer for the territory, said in a statement.

The "grave environmental disaster" may also reach ecosystems of the nearby Inaccessible and Gough islands, both UN World Heritage sites, according to the government's website."

Additional note: The rescue teams need urgently more cleaning material, due to the remoteness of the island it takes several days until a second vessel will be there from Capetown...It is simply heartbreaking, especially when you have already seen wild life photos of people who have either the privilege to work there or who have visited the islands by sailing boat....

Sources:

- 20000 Pinguine durch Ölpest bedroht/ tagesschau 24.03.2011
- Oiled penguin on Nightingale Island/ National Geographic 25.03.2011 (incl.more pics of Andrew Evans)
- Tristan da Cunha- The loneliest island on Earth/April 2009 (incl. chart source)

Photo credits: Tagesschau(1), Andrew Evans (3,4,5)

Related:
- Pictures of birds after the 2010 Gulf of Mexico oil spill
- Wo ist bloß Gough Island -Where the heck is Gough Island/ Rodrigues via Mauritius 28.01.2009

Zeit-Umstellung...Looking back on time adjustments

Ich habe ein paar Stunden mit mir gerungen, ob ich diese Collage zur Zeitumstellung, das vor 3 Jahren in einer Zeitung war, wirklich benutze. Letztes Jahr hatte ich die Zeitumstellung ganz und gar verschwitzt, das Jahr zuvor hatte ich dieses Bild wie verrückt auf meiner Harddisk gesucht und nicht rechtzeitig gefunden, und durch Knuts Tod bekommt es nun eine ganze andere Dimension. Ich habe mich dennoch entschieden, denn ich finde es einfach so lieb und Knut hat tatsächlich an den Tagen der Sommerzeitumstellung morgens noch geschlafen - ihn hat das Ganze also nicht gejuckt, anders dann wenn die Uhren zurückgedreht wurden...

Hier noch eine andere Collage von 2009...-

I have to admit that I wasn't sure at all if to use the collage concerning the change to daylight saving time, I found it 3 years ago in a newspaper but never posted it. Last year I missed the change altogether, and the year before, I searched like crazy, in vain, for this picture on my hard disk, and now, in connection with Knut's death, it gets a whole new dimension. Nevertheless I have decided for it, because I think it's just so sweet and Knut has actually slept in the mornings after the change to daylight saving time - sure, it didn't affect him at all, different then when the clocks were turned back ...

Here is another collage of 2009 ...

Und für alle, die suchen, wie es denn bei uns auf der Insel mit der Zeit bestellt ist, wir sind jetzt nach der Zeitumstellung in Deutschland nur noch 2 Stunden voraus. Im Winter werden es wieder 3 Stunden sein.-

And for all who want to know what's the time in the outpost Rodrigues, now we are just 2 hours in advance of Germany, in winter we get back to 3 hours in advance.

Photo sources:
- Ukrike Borowsky (ddp)/ 29.03.2008
- Sommerzeit...Summertime in Bearlin/ 29.03.2009 (Collage Idefix)

Related:
- Christina M 29.03.2009 Album showing a very tired Knut

Samstag, 26. März 2011

Letzte Grüße auch aus Alaska ....A last Farewell from Alaska too...


Nicht nur in Berlin hat Knut seine Spuren hinterlassen, Freunde aus aller Welt haben sich bei mir gemeldet und mitgeteilt, wie sehr die Nachricht von Knuts Tod sie berührt. Dafür möchte ich mich sehr bedanken, es hat in all dem Schmerz sehr gut getan. Eine der ersten Reaktionen kam übrigens aus Japan, ein Freund, der dabei ist, Japan nach all den Ereignissen nun endgültig zu verlassen, hat in seinen schweren Stunden dennoch ausgedrückt, wie sehr ihn Knuts Tod berührt. Aus Alaska bekam ich Anfang der Woche von meinem Freund David Booth diesen Cartoon zugeschickt. Es braucht keine Worte. -

Not only in Berlin Knut has left his prints, friends from all over the world have contacted me and told how much the news of Knut's death affected them. I would like to thank everybody, it has helped me during the first days, when my pain seemed to be unbearable. By the way, one of the first reactions came from Japan, a friend who is about to leave Japan for good after all the events of disaster, has expressed in his own difficult time, yet how sad he was by the news of Knut's death. Earlier this week my friend David Booth from Alaska sent me his last tribute . It needs no words.


David erinnerte mich auch daran, dass heute am 26.März wieder Earth Hour ist. Überall auf der Welt sollen die Lichter um 20:30 abends für eine Stunde ausgestellt werden...Danke!

David sent me also a reminder of this year's Earth Hour which will take place as every year at 8:30 pm. So please, turn off your lights today, Saturday at 8:30 pm, whereever you are. For one hour...Thank you!

Donnerstag, 24. März 2011

Knut - Der Botschafter....The Ambassador

Jens letzter Tag bei Knut

"Durch meine vielfältigen Reisen zu den Eisbären in diesem Land blieb bisher ein Tag offen, den ich bisher noch nicht gezeigt habe. Wie es sich herausgestellt hat, war es mein letzter Besuch bei Knut. Ich möchte Euch meine Eindrücke nicht vorenthalten und teilhaben lassen, wie der kleine Bär für immer in meiner Erinnerung bleiben wird. Ich hoffe, bei allen Diskussionen über Knut, seinem Zoo, das Gehege oder was alles hätte sein können oder sollen, bleibt er, was er am besten konnte, ein Botschafter seiner Art. Ein Hinweis auf die unglaublichen Eingriffe des Menschen in das Klima der Erde, ein Hilferuf der Tierart Eisbär und was wir unseren Kinder und Enkel wegnehmen, falls sich Vernunft und Umdenken in allen Köpfen, Staaten und Unternehmen nicht schleunigst einstellt. Knut ist von uns gegangen, seine Verwandten wollen das nicht und wir sind die letzte Generation, die das zu verändern vermag."

Jens last day with Knut

"Through my many trips to the polar bears in this country, there is still one day remaining so far, a day I haven't shown yet. As it turned out, it was my last visit to Knut. I would like to share with you how the little bear will remain forever in my memory. I hope, despite all discussions about Knut, his zoo, his enclosure or what might have or should have been done, that he remains as what he did at his best, being an ambassador of its kind. A symbol of the incredible human interference in the climate of the earth, a cry for help to save the species polar bear and a reminder of what we will take away from our children and grandchildren, if reason and rethinking is not quickly established in all heads, countries and businesses. Knut has gone from us, his relatives do not want that and we are the last generation to change that."

09.01.2011

Jens von Knut, Wilbär und der Rest der Truppe