Montag, 23. Januar 2012

Anori...Kind des Windes.....Child of the Wind

This recent photo from an observation camera at the Zoo in Wuppertal, Germany, shows polar bear mother "Vilma" and her cub "Anori" in their litter den at the zoo. Anori was born on January 4, 2012, together with a sibling who died after a week. Anori's father is "Lars", who is also the father of Berlin's famous deceased polar bear cub "Knut". (source)



"Das Wuppertaler Eisbärpaar "Vilma" und "Lars" hat Nachwuchs. Noch kann das Zooteam das Jungtier allerdings nur auf den Bildern einer Videoüberwachungskamera bestaunen. Niemand hat Zutritt zur streng abgeschotteten Wurfhöhle, in der sich Mutter und Kind aufhalten.

Ursprünglich kamen am 4. Januar zwei Jungtiere im Wuppertaler Zoo zur Welt, von denen allerdings nur eines überlebte. In den ersten Tagen habe Vima sogar das tote Junge noch umsorgt und abgeleckt, erzählt Zoobiologe Andreas Haeser-Kalthoff. Dann habe sie das Kleine aber, wie bei Eisbären üblich, "auf Eisbärenart beerdigt".

Jetzt brauchen Vilma und ihr Jungtier erst einmal viel Ruhe, denn die Zeit in der Wurfhöhle ist heikel. Stress oder übermäßige Störungen könnten schlimmstenfalls dazu führen, dass Vilma ihren Nachwuchs tötet. Die  Eisbärin, eine gebürtige Rostockerin,die von 2004 bis 2008 in Nürnberg lebte, hatte dort Ende 2007 eine Zwillingsgeburt, bei der keines der Jungen überlebte. Da damals in Nürnberg keine Kamera installiert war, weiß man noch heute nicht, was Vilma bewogen hat, ihre beiden Jungtiere nach 5 Wochen vorbildlicher Pflege im Januar 2008 aufzufressen, ein Verhalten welches neben Störungen gewöhnlich bei Schwäche und Krankheit eines Jungtiers vorkommt, in der Natur wie auch in einem Zoo.

Zurzeit sehe es für den Eisbärnachwuchs in Wuppertal aber gut aus. Das Kleine krabbele schon fleißig auf dem warmen Körper der Mutter herum - immer auf der Suche nach der Milch spendenden Zitze. Und so erleben die Tierpfleger gerade spannende Zeiten im Pausenraum. "Dort steht nämlich der Überwachungsmonitor."

Auch wenn viele Artikel so tun, als stünde das Geschlecht schon fest, dem ist nicht so. Noch weiß man nicht, ob es sich bei Anori, um ein weibliches oder männliches Eisbärenkind handelt, da das Kleine bei stürmischem Wetter erfolgte, wählte der Zoo als Namen Anori, dies ist grönländisch und  bedeutet "Wind".

Little Polar Bear asleep in the maternity den

Offspring for polar bear couple  "Vilma" and "Lars" in Wuppertal to be marvelled at only by images from a video surveillance camera. No one has access to the strictly foreclosed maternity den.

Originally Vilma gave birth to twins on January 4, of which only one survived. In the first days Vilma is said to have cared even for the dead cub, licking the body. But then she "buried" it the way polar bear moms do usually when a litter is dead or too weak.The only thing Vilma and the little bear need now is rest to avoid disturbance which could cause excessive stress sometimes causing a polar bear mom even to kill her offspring. When Vilma, originally from Rostock, lived in Nuremberg she had given birth to twins in which none of the cubs survived, she ate them after 5 weeks of exemplary care. Since no camera was installed, no one can say what Vilma  has led to devour her two cubs in January 2008, a behavior occurring in the wild and in captivity when cubs are weak or ill. Polar bear mothers are extremely susceptible to interference and the coming weeks are crucial for the survival of Anori, a Greenlandic name already given to the little bear, meaning "wind"  as it was born on a stormy day.

Currently it looks good for Anori in Wuppertal.  The little bear is already busy crawling around on the warm body of the mother - always on the lookout for the milk-giving teat.  And so the zookeeper experience just an exciting time in the break room where the monitoring system is located.

Until now the sex of Anori is not yet determined although several articles have been quick mentioning Anori either to be the half-sister or the half-brother of Knut.
 

Eisbärmännchen Lars, wie wir alle wissen, auch Vater von Knut, bekommt von all dem Wirbel wenig mit. Er durfte schon seit Wochen nicht mehr mit Vilma zusammen sein und dies wird auch noch eine Weile so weitergehen, was für ihn sicher sehr hart sein muss. Die Trennung von Mutter und Jungtier ist nötig, da Eisbärmännchen bekannterweise selbst ihrem eigenen Nachwuchs gefährlich werden können. (Eine Ausnahme war Felix in Fasano.) 

Wer das Jungtier als Zoobesucher sehen will, muss sich voraussichtlich noch bis April gedulden. Früher werden Mutter und Kind wohl nicht aus der Wurfhöhle herauskommen.
Nach der Geburt von Eisbärmädchen Svenja 1995, einer Schwester von Troll aus dem Berliner Tierpark, ist Anori das erste überlebende Eisbärjunge im Wuppertaler Zoo.Wünschen wir also Vilma und Anori alles Gute!

Male polar bear Lars, who incidentally is the father of Knut, does not know much about all the fuss going on at the moment. He hasn't been together with Vilma already for some time now, which must be really hard on him, and this will continue now for quite some time due to security reasons as male polar bears can be dangerous for even their own offspring. ( One exception is Felix during his times in Fasano.) 

Who wants to see Anori in the zoo, will probably have to wait at least until April when mother and child will emerge from the maternity den.

After the birth of polar bear girl Svenja 1995, a sister of Troll from Tierpark Berlin, Anori is the first surviving polar bear cub in the Wuppertal Zoo.So, let's just cross the fingers for Vilma and the little one!


Source:
- Eisbärennachwuchs im Wuppertaler Zoo/ Zoo Wuppertal 17.01.2012
- Eisbärbaby heißt Wind/ Volksfreund 17.01.2012
- Anori das Windmädchen/WDR Mediathek video

Related:
- Mutter frisst Eisbärenbabys/ Spiegel online 07.01.2008
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Eisbär Anori geboren: Knuts Vater hat wieder Nachwuchs gezeugt - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/panorama/boulevard/eisbaer-anori-geboren-knuts-vater-hat-wieder-nachwuchs-gezeugt_aid_703345.html

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Birgit,

da haben sich die Wuppertaler ganz clever einen geschlechtsneutralen Namen für das Eisbärbaby ausgesucht.

Hoffen wir, dass Vilma ihr Junges ungestört und stressfrei aufziehen kann. Schade ist nur, dass Lars nun wieder so lange außen vor bleiben muss. Denn der erwähnte Felix aus Italien bleibt sicher die Ausnahme als miterziehender Vater neben dem gutmütigen Bumiphol.

Danke für die vielseitigen Hinweise in Deinem Außenposten-Bärenmelderegister.
Wir trauern hier immer noch um das kleine Elefantenmädchen LOLA im Tierpark Hellabrunn...

Dir ganz liebe Grüße und ich bin froh, dass der Zyclon euch weitgehend verschont hat.

Britta-Gudrun

Frans hat gesagt…

Hallo Birgit,

Vielen Dank für deine interessante Artikel über Anori. Bestimmt gibt es doch mehr männliche Bären der mit ihren Nachwunsch zusammen leben? Ich erinnere mir einen Bär in Japan der nicht warten konnte, bis die Kinder beim Mütter getrunken hatten vor er wieder mit sie spielen könnte.

Herzliche Grüsse,
Frans

Anonym hat gesagt…

Hallo Birgit

Es sieht gut aus, Anori gedeiht prächtig und Vilma ist eine vorbildliche Mutter.

Hier ein Video vom WDR mit längeren Live-Sequenzen, wo man sieht, wie agil das Baby schon ist.

http://tinyurl.com/7qkyaz2

Herzliche Grüsse
Chris

classic restoration hat gesagt…

A good art. Awesome shots!

Anonym hat gesagt…

Liebe Birgit,

so eine große Ähnlichkeit mit dem Nachwuchs mit der Mutter - wirklich allerliebst!

Ich hoffe, bei dir/euch ist alles im grünen Bereich.

Herzlich

LeenaP

Dostoy hat gesagt…

Amazing photos! Let's all pray that the little one makes it to adulthood.

toryburchshoesbags hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.