Dienstag, 30. November 2010

November Offspring News 2010....Eisbärwinzlinge in Aalborg und Rhenen

Malik 2009 at Aalborg Zoo/Photo:Sussi Kober

Nach der Ankündigung zu Ulli und Gerhard J's einmaligem Eisbärmelderegister, geht es auch gleich direkt weiter mit den ersten Geburtsverzeichnissen....Erster Eisbärennachwuchs gibt es in Aalborg/Dänemark und in Rhenen/Holland.

Malik hat am 20. November 2010 drei Jungtiere bekommen, zwei der Kleinen sind leider schon gestorben, aber Nummer Drei ist ein Kämpfer, man kann Mutter und Kind mit einer Webcam beobachten. Hier auf dieser Seite sieht man sogar noch alle 3 Winzlinge. Wie man oben sehen kann, ist Malik eine erfindungsreiche und rückzugsgewohnte Eisbärin, der Vater ist Felix, und wir halten unsere Daumen weiterhin gedrückt, dass ihr Nachwuchs durchkommt... -

After the announcement of Ulli and Gerhad's unique Bearsonal Register we just continue with the first recorded births in this season.

On 20 November, Malik from Aalborg Zoo gave birth to 3 little cubs, unfortunately two of them didn't make it. But No.3 is a fighter, mother and cub can be observed by webcam. All 3 cubs can even still be viewed here. As on above photo can be seen, Malik is a rather inventive bear and used to retreat situations, the cub's father is Felix, we keep all our fingers crossed that their tiny offspring will make it...!

Screenshot of webcam video in Rhenen

Auch in den Niederlanden im Ouwehands Dierenpark Rhenen gibt es Nachwuchs bei den Eisbären. Die knapp 9 jährige Freedom hat am 25. November 2010 zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Hier ist Viktor der Vater. Ein erstes Video von Freedom mit ihren beiden Kleinen gibt es hier.

On 25 November Freedom, a nearly 9 years old polar bear lady from Ouwehands Dierenpark Rhenen delivered too: in this case little twins, and a lovely first video can be accessed here. Father of the little ones is Viktor.

Knut's Outpost wishes good luck to the polar bear moms and their offspring...!
Also to the ones' of whom we are still waiting for some news to come...as for example in Stuttgart...

err Anton muss leider noch weiter warten, bislang tut sich bei Frau Corinna nämlich nichts..., außer dass sie sich beim ersten Schnee (und einen Tag nach der Bombenentschärfung in Zoonähe) mal schnell aus ihrem Innengehege herausbegeben hat, laut Jens eher ähnlich missmutig dreinblickend wie Anton, wahrscheinlich wollte sie nur mal kurz kund tun, dass auch sie ohne Anton alles nur doof findet, selbst Schnee...-

Mister Anton still has to wait, until now Corinna does not show anything..., except of herself during the first snow (and just one day after the zoo was closed for the first time in its history due to bombs which had to be neutralized)...Due to Jens, Corinna left her den not really because of the snow, she was reported to have looked rather disapprovingly, probably she just wanted to make a statement too...nothing is fun when it's without Anton, even snow...

- Ulli J's Eisbären
- Jens Blog
- Aaalborg Zoo &
Ouwehands Dierenpark Rhenen

Sonntag, 28. November 2010

Groovin' News...Das 'ulli'-mative Eisbär-Melderegister ist endlich da...More than a studbook...

Nika aus Karlsruhe/Photo:UlliJ

Nicht nur Nika aus Karlsruhe findet das einfach zum Abtanzen, groovin' time auch in Knut's Aussenposten, denn endlich ist es da, das Bären-Einwohnermelderegister, auf das wir schon so lange sehnsüchtig gewartet haben. Wer wissen will, wann und wo ein Eisbär geboren wurde, wie seine Eltern heißen und wohin er im Laufe seines Lebens überall hingezogen ist, der ist bei Ulli J und ihrer neuen website, die sie mit Ehemann Gerhard macht, genau richtig. Seit langem sind beide bekannt durch ihre wunderbar bebilderten und unvergleichlichen Zooberichte, nur wenige dürften wohl mehr Zoos in Deutschland und Europa besucht haben als sie. Noch ist das Melderegister im Aufbau, aber man kann neben Informationen zu deutschen Eisbären bereits auch die ersten Infos aus Holland/Belgien und Frankreich abrufen. Und (fast) immer mit Ullis wunderbaren Fotos dazu. Wir wünschen viel Erfolg und langen Atem für dieses ehrgeizige Unterfangen, ein Zuchtbuch für die eisbäreninteressierte Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Einfach genial, auch die Stammbäume, die Gerhard hinzugefügt hat....! -

Knuts Stammbaum

Not only Nika from Karlsruhe thinks that this is groovin', Knut's Outpost too is thrilled, eventually there it is, the long-expected Bearsonal Registry...You always wanted to know, when and where a polar bear in captivity was born, who he/she has been moved to or who were the parents, you will be quite right at Ulli J's new site, there are few people in Germany having acquired so much information about polar bears in German and European zoos, she and her husband Gerhard, long known for their outstanding zoo reports have just started the project, information about polar bears in Germany and some European countries as Holland, Belgium and France is already available. We want to wish good luck for this demanding project. With Ulli's great photos and Gerhard's family-trees it will certainly become the ullimative polar bear studbook. Just great!

Auch Knut ist ganz offensichtlich seiner Meldepflicht bereits nachgekommen....:) -
Just for the records, Knut belonged to the first bears submitting his documents...

Auch Zoonachrichten in Sachen Geburten oder Todesfälle kommen nicht zu kurz, zu den Aktualitäten aber mehr dann in einem extra Thread...-

You will find too zoo news concerning the death or the birth of a polar bear, as to the current news more in an extra thread...

- Eisbären im Zoo-Fakten für neugierige Eisbärenfans/ Ulli J's website incl. studbook information
- Eene Besuch im Zoo- Zoosafaris/ Ulli J's zoo reports from visits in German and European zoos

Photo credits:
Ulli J - Find her polar bear and zoo photostream on flickr here

Related Postings:
- Meldepflicht für Eisbären...Erstes Einwohnermeldeamt für Bären öffnete heute seine Toren in Rodrigues/ 03.04.2009

- Family Matters...Oder Neues vom Bären-Einwohnermeldeamt/11.09.2009

Mittwoch, 24. November 2010

More on Jackie Morris:The Ice Bear.....Book Launch & Special Offer

"In the beginning of time people and animals lived together on the earth and there was no difference between them. The air was pure and clear as crystal. Words held a magic. A word spoken in a chance, a wish or a whisper would hold a magic that would shape the world. Into this world they were born, in the dark months, when the cold and the wind turned the water to stone. So small. She held them close to keep them warm in the blue ice cave that was their world. But Raven tricked her. She stole away her child, carried him high into the darkness of winter, over the frozen sea. The bear wept when she found that her child had gone. Her ice tears formed scars on her cheeks. She held her one child safer and closer and waited for the sun to rise. But she never forgot." (extract of The Ice Bear)
"Am Anfang der Zeit lebten Menschen und Tiere auf der Erde und es gab keinen Unterschied zwischen ihnen. Die Luft war rein und klar wie Kristall. Worte waren voller Magie. Ein zufällig gesprochenens Wort, ein Wunsch oder ein Flüstern enthielt einen Zauber, der in der Lage war, die Welt zu gestalten. In diese Welt wurden sie geboren, in den dunklen Monaten, wenn die Kälte und der Wind das Wasser zu Stein verwandelten. So klein. Sie hielt sie in der Nähe, um sie warm zu halten in der blauen Eishöhle, die ihre Welt war. Aber Rabe betrog sie. Sie stahl ihr Kind, trug es hoch in die Dunkelheit des Winters, über den gefrorenen See. Die Bärin weinte, als sie fand, dass ihr Kind verschwunden war. Ihre Eistränen formten Narben auf ihren Wangen. Sie hielt ihr anderes Kind sicherer und näher an sich und wartete darauf, dass die Sonne aufginge. Aber sie vergaß niemals. " (translation by me, unfortunately no there is no German edition:(( )
Today I learned about the book launch of The Ice Bear, a wonderful and magic story told by Jackie Morris, and the brilliant opportunity to win a signed illustration of Jackie Morris when you buy until 27 November. As so many friends mentioned in their reactions on "How the polar bear became" how much they have enjoyed Jackie's illustrations, I don't want to miss the occasion to inform you about it...Good luck!

This is the illustration which can be won as part of the book launch...

And for all who want to know the story first or can't afford to buy the book....

More on The Ice Bear:

- The Ice Bear read by Jackie Morris, video on YouTube
- A very special offer/Jackie Morris' Blog
- The Ice Bear on Jackie's website
- Where to order and maybe to win the illustration, the draw is on Saturday, 27 November

Samstag, 20. November 2010

More on Wrangel....Shot or not shot....?

Hier noch mehr Artikel zu Wrangel:

Die Zusammenfassung aus der Presseschau:
Zoo versteckt den verletzten Bären

Anna Ljaljakina. Die Verwaltung behauptet, es habe keine Schüsse aus einer Kleinkaliberwaffe auf den Bären gegeben. Die Nachricht, dass im Moskauer Zoo ein Eisbär aus einer Kleinkaliberwaffe verwundet wurde,verursachte eine vernünftige Empörung in der Gesellschaft. Die Trud- Korres-pondentin erfuhr, wo das Tier jetzt ist und warum die Verwaltung der Einrichtung die Tatsache des Beschusses heute verneint.

Vor den Eisbärgehegen im Moskauer Zoo sind besonders viele Menschen.Erwachsene kamen gemeinsam mit ihren Kindern, um den hauptsächlichen Liebling der Besucher, den Bären Wrangel, aufzusuchen, nachdem die Nachricht vom Beschuss des Tieres sich in der ganzen Stadt verbreitet hatte. Doch im Gehege war er nicht. "Lebt er überhaupt?" – unterhalten sich neben den Käfigen mit den Raubtieren junge Mütter. Über das Schicksal des Bären befragen Besucher Angestellte des Zoos und sogar die Popcornverkäufer, doch die zucken nur die Schultern. Übrigens gibt es eine klare Antwort auf diese Fragen auch nicht in der Verwaltung des Zoos. Die Mitarbeiterin des Pressedienstes des Zoos, Raïsa Koroljewa, erzählte "Trud", dass den Bären möglicherweise niemand aus einer Kleinkaliberwaffe beschossen hat. "Die kleinen blutenden Wunden, die auf seiner Haut entdeckt wurden – das sind nur entzündliche Affektionen der Haut. Wrangel ist hochbetagt, er ist schon 20 Jahre alt", gab sie die offizielle Version wieder. Genau klären, ob auf Wrangel geschossen wurde oder nicht, können weder der Dienst, der eine "interne Untersuchung" vornahm, noch die Tierärzte, die den Bären betrachteten. Wo ist Wrangel?

Der genesende Bär lebt nicht mit seinen Artgenossen, sondern wird separat gehalten, in einem geschlossenen Gebäude. Wie Raïsa Koroljewa erklärte, besteht die Ursache dafür nicht in seinem Zustand, sondern darin, dass das Gehege jetzt einfach überbesetzt ist. Dort werden die jungen Bären gehalten und vorläufig gibt es für sie keinen anderen Platz. Wrangel wird dort nicht wieder hineingesteckt. Die "Trud"-Korrespondentin, die im Zoo war, entdeckte im Gehege nur einen jungen Bären und zwei weitere erwachsene Tiere. Zwei Gehege mit viel Platz, die durch einen gemeinsamen Gang miteinander verbunden sind und bei dieser Zahl an Bewohnern überhaupt nicht überbesetzt aussahen. "Sie wollen die Sache vertuschen", sagt ein Zoomitarbeiter, der anonym bleiben möchte. "Der Schuß konnte nur aus einem Haus abgegeben werden.

Feststellen, aus welchem Fenster das geschah, kann sogar ein Polizist aus dem zuständigen Polizeirevier. Das Stadtviertel ist elitär, hier wohnen Leute, die nicht arm sind und sich viel erlauben. Da wollte jemand im Zentrum von Moskau einen Bären jagen und jetzt beabsichtigt man offenbar, die Untat zu verbergen."

Zoo Says Bear Wasn't Shot, Maybe

The Moscow Times
The Moscow Zoo on Monday distanced itself from an earlier statement that a sniper had shot at one of its polar bears.
"At this stage we can neither confirm nor deny that the animal was hit by bullets," zoo spokeswoman Yelena Mendosa told The Moscow Times.
The zoo said in a statement on its web site late last week that a 20-year-old polar bear named Wrangel had some 11 wounds that must have been inflicted by bullets from a small-caliber gun.
The statement, along with photos of the bleeding wounds, was still on the zoo's site Monday.
But Mendosa said no bullets had been found and the wounds might stem from a skin infection. She added that the bleeding had stopped and the bear was doing fine.
"He eats, drinks and is behaving like normal," she said.
She explained that the sniper theory had been the result of a preliminary analysis by the zoo's guards. "Our experts are continuing to look into this case, she said.
But Mendosa warned that it would be difficult to make definite conclusions because this required analyzing the bear's skin — a task that is impossible without anesthetic.
The bear is considered too old to be tranquilized. "We would not risk that," she said.
Mendosa also confirmed that the wounds were discovered in late October, even though the statement about the gunshots was published Thursday.
She said Wrangel had been kept in a special cage out of visitors' sight because the zoo considered it dangerous to keep a full-grown male in the main cage with several cubs.
The isolated cage, however, was visible from an apartment block opposite the zoo, leading to the theory that shots had been fired from the building.

Related postings:
- Shot or not shot?...Polar bear Vrangel from Moscow/13.11.2010

Donnerstag, 18. November 2010

"How The Polar Bear Became...." - Wie der Eisbär an den Nordpol kam...

Ted Hughes

When the animals had been on earth for some time they grew tired of admiring the trees, the flowers, and the sun. They began to admire each other. Every animal was eager to be admired, and spent a part of each day making itself look more beautiful.
Soon they began to hold beauty contests. Sometimes Tiger won the first prize, sometimes Eagle, and sometimes Ladybird. Every animal tried hard.One animal in particular won the prize almost every time. This was Polar Bear.

Polar Bear was white. Not quite snowy white, but much whiter than any of the other creatures. Everyone admired her. In secret, too, everyone was envious of her. But however much they wished that she wasn't quite so beautiful, they couldn't help giving her the prize.
"Polar Bear," they said, " with your white fur, you are almost too beautiful."
All this went to Polar Bear's head. In fact, she became vain. She was always washing and polishing her fur, trying to make it still whiter. After a while she was winning the prize every time. The only times any other creature got a chance to win was when it rained. On those days Polar Bear would say:"I shall not go out into the wet. The other creatures will be muddy and my white fur may get splashed." Then perhaps Frog or Duck would win for a change.

She had a crowd of young admirers who were always hanging around her cave. They were mainly seals, all very giddy. Whenever she came out they made a loud shrieking roar:
"Ooooooh! How beautiful she is!"Before long, her white fur was more important to Polar Bear than anything. Whenever a single speck of dust landed on the tip of one hair of it - she was furious.

" How can I be expected to keep beautiful in this country!" she cried then. "None of you have ever seen me at my best because of the dirt here. I am really much whiter than any of you have ever seen me. I think I shall have to go into another country. A country where there is none of this dust. Which country would be best?"

She used to talk this way because then the Seals would cry:"Oh, please, don't leave us. Please don't take your beauty away from us. We will do anything for you." And she loved to hear this.

Soon animals were coming from all over the world to look at her.They stared as Polar Bear stretched out on her rock in the sun.Then they went off home and tried to make look themselves like her. But it was no use.They were all the wrong colour. They were black, or brown, or yellow, or ginger, or fawn, or speckled, but none of them was white. Soon most of them gave up trying to look beautiful. But they still came every day to gaze enviously at Polar Bear. Some brought picnics. They sat in a vast crowd among the trees in front of her cave."Just look at her," said Mother Hippo to her children."Now see that you grow up like that."

But nothing pleased Polar Bear. "The dust these crowds raise!" she sighed. "Why can't I ever get away from them? If only there were some spotless, shining country, all for me..."

Now pretty well all the creatures were tired of her being so much more admired than they were.
But one creature more so than the rest. He was Peregrine Falcon. He was a beautiful bird, all right. But he was not white. Time and time again, in the beauty contest he was runner-up to Polar Bear.
"If it were not for her, " he raged to himself, "I should be first every time."He thought and thought of a plan to get rid of her. How? How? How? At last he had it.

One day he went up to Polar Bear. Now Peregrine Falcon had been to every country in the world. He was a great traveler, as all the creatures well knew."I know a country," he said to Polar Bear, "which is so clean it is even whiter then you are.Yes, yes, I know, you are beautifully white, but this country is even whiter. The rocks are clean glass and the earth is frozen ice-cream. There is no dirt there, no dust, no mud. You would become whiter than ever in that country. And no one lives there. You could be queen of it."

Polar Bear tried to hide her excitement. "I could be queen of it, you say?"she cried."This country sounds made for me. No crowds, no dirt? And the rocks, you say, are glass?"
"The rocks," said Peregrine Falcon, "are mirrors.""Wonderful", said Polar Bear.
"And the rain", he said, " is white face powder.""Better than ever!" she cried. "How quickly can I be there, away from all these staring crowds and all this dirt?"

"I am going to another country", she told the other animals. "It is too dirty here to live."

Peregrine Falcon hired Whale to carry his passenger. He sat on Whale's forehead, calling out the directions. Polar Bear sat on the shoulder, gazing at the sea. The Seals, who had begged to go with her, sat on the tail.

After some days, they came to the North Pole, where it is all snow and ice."Here you are," cried Peregrine Falcon."Everything just as I said. No crowds, no dirt, nothing but beautiful clean whiteness.""And the rocks actually are mirrors!" cried Polar Bear, and she ran to the nearest iceberg to to repair her beauty after the long trip.

Every day now, she sat on one iceberg or another, making herself beautiful in the mirror of ice. Always, near her, sat the Seals. Her fur became whiter and whiter in this new clean country. And as it became whiter, the Seals praised her beauty more and more. When she herself saw the improvement in her looks, she said:"I shall never go back to that dirty old country again."And there, she still is, with all her admirers around her.

Peregrine Falcon flew back to the other creatures and told them that Polar Bear had gone for ever. They were all very glad, and set about making themselves beautiful at once. Every single one was saying to himself:"Now that Polar Bear is out of the way, perhaps I shall have a chance to get the prize of the beauty contest."And Peregrine Falcon was saying to himself:
"Surely, now, I am the most beautiful of all creatures."

Wie der Eisbär an den Nordpol kam
Ted Hughes

Als die Tiere einige Zeit auf der Erde waren, wurde es ihnen nach einiger Zeit langweilig immer nur die Bäume, die Blumen, und die Sonne zu bewundern. Sie fingen an, sich selbst zu bewundern. Jedes Tier war begierig, bewundert zu werden, und so verbrachte jedes einen Teil des Tages damit, sich schöner zu machen um noch besser auszusehen.

Bald fingen sie an Schönheitswettbewerbe zu veranstalten.
Manchmal gewann Tiger den ersten Preis, manchmal Adler, und manchmal Marienkäfer. Alle Tiere bemühten sich sehr.
Ein Tier ganz besonders, und es gewann den Preis fast immer. Dies war Eisbär. Eisbär war weiß. Nicht ganz schneeweiß, aber viel weißer als alle der sonstigen Geschöpfe. Alle bewunderten sie. Insgeheim war auch jeder neidisch auf sie. Aber so sehr sie sich alle wünschten, dass sie nicht ganz so schön wäre, konnten sie nicht anders und gaben ihr den Preis.

"Eisbär", sagten sie, "mit Ihrem weißen Fell, sind Sie fast zu schön."
All dies stieg Eisbär zu Kopf. Um ehrlich zu sein, sie begann eine gewisse Eitelkeit an den Tag zu legen. Sie war ständig mit dem Waschen und Polieren ihres Fells beschäftigt um es noch weißer zu bekommen. Nach einer Weile gewann sie den Preis immer. Andere Tiere hatten nur mit einer Ausnahme eine Chance zu gewinnen. Und zwar dann, wenn es regnete.

An diesen Tagen würde Eisbär sagen:
"Ich werde doch nicht hinaus ins Nasse gehen. Die anderenTiere laufen im Matsch herum, mein weißes Fell könnte dann ja Spritzer abbekommen."
Das waren die Tage, an denen auch Frosch oder Ente zur Abwechslung mal gewinnen konnten.

Eisbär hatte eine ganze Schar junger Verehrer, die sich immer um ihre Höhle scharten. Es waren überwiegend Seehunde, alle etwas flatterhaft. Sobald sie herauskam, machten sie ein großes Geschrei und brüllten:"Ooooooh! Wie schön sie ist!"

Es dauerte nicht lange, da war Eisbär ihr weißes Fell wichtiger als alles andere. Wann immer nur ein einziges Staubkorn auf der Spitze eines ihrer Haare landete, wurde sie wütend.
"Wie kann ich erwarten in diesem Land schön zu bleiben!" rief sie dann. "Keiner von euch hat mich jemals in meiner wirklichen Pracht gesehen bei all diesem Schmutz hier. Ich bin wirklich viel weißer als jeder von euch mich jemals gesehen hat. Ich glaube, ich muß in ein anderes Land gehen. Ein Land, wo es nicht diesen Staub gibt. Welches Land wäre wohl am besten ? "

Ihr gefiel es so zu reden, denn die Seehunde riefen dann aus:
"Oh, bitte, lass uns nicht allein. Bitte nimm nicht deine Schönheit von uns weg. Wir werden auch alles für dich tun." Und sie liebte es dies zu hören.

Bald kamen Tiere aus der ganzen Welt, um sie anzuschauen. Sie starrten auf Eisbär, wenn diese sich auf ihrem Felsen in der Sonne räkelte. Dann gingen sie nach Hause und versuchten selbst auch auszusehen wie sie. Aber nichts half. Sie hatten alle die falsche Farbe. Sie waren schwarz, braun oder gelb, oder Ingwer oder beige oder gesprenkelt, aber keiner von ihnen war weiß. Bald gaben die meisten von ihnen es auf, schön auszusehen. Aber sie kamen jeden Tag um Eisbär neidvoll zu bestaunen. Einige brachten Picknicks mit und saßen dann in einer riesigen Menschenmasse unter den Bäumen vor ihrer Höhle.

"Schaut sie euch genau an, “sagte Mutter Flußpferd zu ihren Kindern. "Nun seht zu, dass ihr genau so werdet wie sie."
Aber nichts davon machte Eisbär zufrieden.
"Dieser Staub, den diese Massen aufwirbeln!" seufzte sie. "Warum kann ich nicht immer weg von ihnen sein? Wenn es nur einen einzigen Platz gäbe, ein leuchtendes Land, ganz für mich allein..."

Nun, natürlich wurden irgendwann ziemlich alle Tiere müde davon, so viel weniger bewundert zu werden. Aber ein Geschöpf war es mehr denn je leid. Es war Wanderfalke. Er war ein schöner Vogel, ganz bestimmt. Aber er war nicht weiß. Immer und immer wieder, hatte er in dem Schönheitswettbewerb den 2. Platz nach Eisbär belegt.
"Wenn es sie nicht gäbe", tobte er, "würde ich sicher jedes Mal gewinnen."

Er überlegte und überlegte, wie er an einen Plan kommen könnte, um sie loszuwerden.
Doch wie nur?
Wie? Wie? Wie? Endlich hatte er es.

Eines Tages ging er zu Eisbär. Nun Wanderfalke musste in jedem Land der Welt gewesen sein. Er war ein großer Reisender, wie alle Geschöpfe bestens wussten.
"Ich kenne ein Land," sagte er zu Eisbär ", das ist so sauber, es ist sogar weißer als du. Ja, ich weiß, du bist schön weiß, aber dieses Land ist noch weißer. Die Felsen sind sauberes Glas und die Erde ist gefrorenes Eis. Es gibt keinen Schmutz, keinen Staub, keinen Schlamm. Du wärest weißer als jemals in diesem Land. Und niemand lebt dort. Du könntest Königin dort sein. "

Eisbär versuchte ihre Aufregung zu verbergen.
"Ich könnte Königin dort sein, sagst du?", rief sie. "Dieses Land klingt wie für mich gemacht. Kein Gedränge, kein Schmutz? Und die Felsen, sagst du, Glas?"
"Die Felsen", sagte Wanderfalke", sind Spiegel."
"Wunderbar", sagte Eisbär.
"Und der Regen", sagte er, "ist weißes Gesichtspuder."
"Besser als alles andere!" rief sie. "Wie schnell kann ich da sein, weg von all diesen starrenden Massen und diesem Dreck?" -

"Ich werde in ein anderes Land gehen", sagte sie zu den anderen Tieren. "Es ist zu schmutzig um hier zu leben."

Wanderfalke mietete Wal um seinen Passagier zu tragen. Er selbst saß auf Wals Stirn und gab Anweisungen, in welche Richtung es ging. Eisbär saß auf der Schulter, den Blick auf das Meer. Die Seehunde, die darum gebeten hatten mit ihr zu gehen, saßen auf dem Schwanz. Nach einigen Tagen kamen sie an den Nordpol, wo alles Schnee und Eis ist.

"Hier ist es", rief Wanderfalke. "Alles genauso wie ich sagte. Kein Gedränge, kein Schmutz, nichts als schönes sauberes Weiß."

"Und die Felsen sind tatsächlich Spiegel!" rief Eisbär aus, und sie lief zum nächstgelegenen Eisberg um ihre Schönheit nach der langen Reise zu reparieren.

Von nun an saß sie jeden Tag auf dem einen oder dem anderen Eisberg, und machte sich schön im Spiegel aus Eis. Immer neben ihr saßen die Seehunde. Eisbärs Fell wurde immer weißer in diesem neuen sauberes Land. Und um so mehr es weißer wurde, um so mehr priesen die Seehunde ihre Schönhe
it. Als sie die Verbesserung in ihren Blicken sah, sprach sie:
"Ich werde nie wieder in diese schmutzige alte Heimat zurückkehren."
Und da ist sie noch, immer umgeben von all ihren Verehrern.

Wanderfalke flog zurück zu den anderen Tieren und sagte ihnen, dass Eisbär für immer gegangen war. Sie waren alle sehr froh, und machte sich sofort daran, sich schön zu machen. Jeder einzelne sprach zu sich selbst:
"Jetzt, wo Eisbär aus dem Weg ist, werde ich vielleicht eine Chance haben, den Schönheitswettbewerb zu gewinnen."
Und Wanderfalke sagte sich:
"Wahrlich, nun bin ich der schönste von allen Geschöpfen."

Doch der erste Wettbewerb wurde von Kleine Braune Maus wegen ihrer rosa Füße gewonnen.

Über diese Geschichte von Ted Hughes stolperte ich vor ein paar Monaten in unserer Inselbücherei, vielmehr war es ein 8 jähriger Junge, der sie fand und mir völlig aufgeregt unter die Nase hielt, wohlwissend, wie begeistert ich sein würde...Da ich die Geschichte nicht auf Deutsch finden konnte, habe ich mir die Freiheit erlaubt sie zu übersetzen mit leicht abgewandeltem Titel.

"How the polar bear became" gehört zu einer Sammlung von Ted Hughes' Schöpfungsgeschichten für Kinder, die 1963 zum ersten Mal unter dem Titel "How the whale became?" herausgegeben wurde, zuletzt neu aufgelegt mit Illustrationen von Jackie Morris, deren Begeisterung für Eisbären sich nicht nur in diesem Buch zeigt, sondern auch in anderen Werken, die man auf ihrer liebevoll gemachten Website entdecken kann. Jackie Morris möchte ich hiermit danken, dass sie mir gestattet hat hier ihre Illustrationen zu zeigen.

I stumbled over this lovely story written by Ted Hughes by mere coincidence, to be more precise, it was an 8 year old boy who found it and showed it to me, beaming, as he knew how thrilled I would be. and so I was! As I couldn't find a German version, I did a quick translation myself, changing the title a little ("How the polar bear came to the North Pole").

"How the polar bear became" belongs to a collection of Ted Hughes' creation stories for children, first published in 1963 under the title "How the whale became", recently available in a new edition with the lovely illustrations of Jackie Morris, whose passion for polar bears shows not only there but also in her entire art work. I strongly recommend to visit her website!

Herewith I want to thank Jackie Morris for sharing her beautiful images with us.

- English text of the story and images here on google books
- Book on amazon: How the whale became/ Ted Hughes & Illustr. Jackie Morries
- Jackie Morries & Ted Hughes
- Jackie Morris Website
- Black & White Illustration found in the book from our island library-thanks to the unknown illustrator!