Freitag, 22. August 2008

Der Seebär - eine enzyklopädische Reise.... Teil II

Lieber Knut,
na, wie ist es gelaufen mit dem Kurs, haben sich deine Nachbarn wiedererkannt? Und wie steht es mit deinem Rüssel, wo hast du den gelassen...? Bitte sag Bernie ganz herzlichen Dank für die Abbildung mit den Tanzbären, die er noch in seinem Privatarchiv gefunden hat, die wollen wir natürlich niemandem vorenthalten...Du hast mir gemailt, dass ihr nun alle sehr interessiert seid an dem 2. Teil , dem Seebären, das hat Mami Simba doch etwas beruhigt. Sie bedankt sich auch für deine Mithilfe, doch leider muss sie dich enttäuschen, die Fotos , die du mitgeschickt hast von den Büchern über Seebären um uns im Aussenposten zu helfen, dass die Texte etwas bunter werden, sind zwar bunt und bestimmt auch lustig zu lesen, aber im 2.Teil geht es um dich und deine Artgenossen aus dem Norden, die vor rund 200 Jahren eben noch nicht Eisbären hießen...Petzi-Bücher kannte man da noch nicht... Aber nun lies selbst, was die Menschen in Deutschland damals glaubten, alles zu wissen...Und hier geht es los!

Seebär, Eisbär, weißer Bär, Polarbär, Ursus maritimus, Ursus albus, cauda abrupta, capite colloque elongatis; Fr. l' Ours blane; Engl. White Bear, the polar Bear. Dieser Bär befindet sich nur im tiefsten Norden von Europa, und auf Grönland, überhaupt bewohnt er den ganzen Strand des nördlichen Amerika' s, und ist von dem schwarzen Bären durch seine Farbe und durch ein mehr verlängertes Verhältniß der Theile des Körpers verschieden; der Kopf ist nämlich länger und gleicht demjenigen eines Hundekopfs; der Hals ist gleichfalls lang; die Schnauze, die Nase und die Klauen sind schwarz, und ihr Haar ist lang, und so weich wie Wolle. Die Füße des Eisbären haben die Gestalt wie die an großen Hunden und andern fleischfressenden Thieren, nicht wie beim Landbären, welche einigermaßen die Gestalt von Menschenhänden haben. Der Eisbär hat beinahe die Größe wie der Landbär, nur ist er geschickter und behender als dieser. Sein Schädel ist sehr hart; denn noch so derbe Schläge mit einer Keule auf den Kopf verursacht bei ihm nicht die geringste Betäubung, ungeachtet man mit dergleichen Schlägen einen Ochsen hätte todt schlagen können. Obgleich die gewöhnliche Nahrung dieses Thieres. Fische sind, die es im Wasser zwischen dem Eise aufsucht, besonders todte Wallfische, so jagt es doch auch auf dem Lande nach Rennthieren und andern Thieren, und begegnen ihm Menschen, so fällt es auch diese wüthend an. Es ist ein sehr grausames Thier, das nichts verschont, und, gleich der Hyäne todte Körper aus der Erde gräbt, um sich davon zu nähren. Wenn sie nämlich eine Stelle merken, wo man einen todten Körper eingegraben hat, so wissen sie ihn sehr geschickt herauszuscharren, sie nehmen oder scharren alle Steine weg, womit die Grube bedeckt ist, öffnen den Sarg, und verzehren die Leiche. Der Mangel, dem sie aber in diesen unwirthbaren Einöden oft ausgesetzt sind, zwingt sie, sich auf das Wasser zu gewöhnen, wie auch schon oben angemerkt worden; sie stürzen sich hinein, um Seekühe, kleine Wallfische etc. zu erhaschen. Sie legen sich auf Eisschollen auf die Lauer, erwarten sie daselbst, wenn sie solche aus der Ferne herankommen sehen, und sobald sie finden, daß ihnen ein solcher Standort überflüssigen Unterhalt verschafft, so verlassen sie ihn nicht mehr, sondern lassen sich lieber im Frühling, wenn das Eis loszugehen anfängt, mit wegführen; reisen also mit ihren Eisschollen fort. Da sie nun oft das Land nicht wieder gewinnen, und ihre Eisschollen, worauf sie sich eingeschlossen befinden, nicht verlassen können, so kommen sie mitten im Meere um; diejenigen aber, die mit ihren Eisschollen an den Norwegischen und Isländischen Küsten landen, sind dann so hungrig, daß sie über Alles, was ihnen in den Weg kommt, herfallen, und es verschlingen. Alte Naturforscher hielten diese Bären für Amphibien, ja für eine Art Robben; daher nennt sie auch Linné: Phoca ursina; allein sie sind keine Amphibien, und können nicht unter Wasser leben, so lange sie wollen. Man darf nur auf die Jagd dieser Thiere achten, so wird man das Gegentheil gleich inne werden. Man folgt diesen Thieren nämlich mit einer Schaluppe, und treibt sie so lange, bis sie müde sind, dann tödtet man sie. Könnten nun diese Thiere des Athemholens entbehren, wie die Amphibien, so würden sie sich in die Tiefe tauchen, um sich auszuruhen, und den Verfolgern zu entgehen; allein ihr Untertauchen geschieht nur auf kurze Zeit; denn sie tauchen an einem Ende, wo sie sich verfolgt sehen, unter, und kommen am andern Ende wieder hervor, und eilen dann, um eine Eisscholle zu gewinnen; und so machen sie es abwechselnd. Nach den Berichten von Grönlandfahrern ist die Jagd der Eisbären vorzüglich auf Robben, weil solche nicht stark genug sind, ihnen zu widerstehen, man schnitt einem weißen Bären, den man todt geschlagen, den Bauch auf, und fand darin ganze Stücke vom Seehunde mit Haut und Haar, als Beweis, daß er ihn eben erst verschluckt hatte. Bei den Morsen, denen sie auch ihre Jungen entführen, kommen sie zuweilen schlimm weg; denn diese durchstoßen sie mit ihren Hauern, und jagen sie in die Flucht; eben so machen es die Wallfische, deren Jungen, wie schon oben angeführt worden, sie auch nachstellen; sie erdrosseln sie mit ihrer Körpermasse.

Der Seebär besucht die ganze Küste des Eismeers, von den Hyperboräischen Inseln bis zum östlichen Vorgebirge Asiens, so daß er nie von dem Meere weicht. Er kommt nicht bis zur östlichen Küste Sibirens, sondern liebt den Norden, läßt sich selten mit dem Treibeife in das Kamtschatkische Meer führen, auch geht er selten auf die Inseln, welche unter gemäßigter Breite zwischen Asien und Amerika liegen. Von der Hudsonsbey und den Grönländischen Ufern wird er durch das treibende oder Polareis nach Spitzbergen gebracht, wo er sich aufhält, und dann zuweilen nach Island und Norwegen getrieben wird, an welchen Küsten er oft umkommt. Zwischen der Lena und dem Jenisey kommt er, vorzüglich wenn die Winde von Norden und Westen wehen, und das Eis an das Ufer treiben, häufig an, und mit den entgegengesetzten gehet er auf dem Eise wieder auf das hohe Meer ab. In den nördlichsten Gegenden Sibiriens, wo die Erde von dem ewigen Froste zusammengepreßt, keine Wälder hervorbringt, sondern sich nur Moos und Flechten zeigen, welche das Eis oft als eine Kruste überziehen, da kommt er oft durch den, dem Meere gleichen, Eisboden und durch die Winternächte und Stürme verführt, weit vom Meere weg, besonders wenn er ein Winterlager sucht; er bringt aber niemals den Sommer in südlichen Oertern zu oder pflanzt seine Art daselbst fort, noch geht er jemals aus dem Polarkreise bis in die waldigten Gegenden, aus welchen der Landbär dagegen bis in die Polargegend vorzugehen fürchtet. Er scheint wenig Wärme zu ertragen, und nur das Polarmeer sein Element zu seyn; schon die jungen Eisbären wälzen sich im Schnee unter freiem Himmel umher, und liegen mit ausgestreckten Füßen auf dem Eise.

Die Meerbären haben mit den Landbären das gemein, wenn sie den Sommer hindurch vieles Fett gesammelt haben, daß sie etwas später, als der Landbär, beinahe in der Mitte des Septembers, wenn die Sonne von den nördlichsten Gegenden Abschied genommen hat, sich einen Ort zum Winterlager suchen, jedoch mit weniger Sorgfalt, da sie mit jedem Schlupfwinkel unter Felsen oder Hügeln am Meere, oder gar unter gefrorenen aufgethürmten Eismassen, vorlieb nehmen, und ohne weiteres Lager auf dem Schnee liegen, von welchem sie nachher, wenn derselbe hoch zusammengetrieben worden, begraben werden, und den ganzen Winter unthätig, im Januar oder Februar aber fast im beständigen Schlaf zubringen, und den Mangel an Freßlust, so wie die Vollblüthigkeit durch Hunger und Ruhe heilen. Die männlichen Bären liegen bis zu dem Ende des Märzes, die weiblichen mit den Jungen auch wohl bis zum April, zu welcher Zeit sie erwachen, wegen Hunger umherstreifen, und dann von den Samojeden und Jakuten vorzüglich gejagd werden, welche diese Jagd wegen des Meeresufer besuchen. Nach den Berichten mehrerer Reisenden sollen sie nach fünfmonatlichem Hunger oder Fraß=Enthaltung, dennoch mit vielem Fette aus ihrem Winterlager kommen; allein sie sind dann hungrig und grausam, und streichen meistens im März, wie Holländische Schiffer beobachteten, umher. Um diese Zeit haben die unter dem Nordpol überwinterten Schiffsleute von der gekochten Leber des Meerbären so gefährliche Zufälle erlitten, daß drei von ihnen dem Tode nahe waren, und nachher am ganzen Körper die Oberhaut wechselten. Von dieser giftigen Eigenschaft will man aber in Sibirien nichts wissen, obgleich die Völker am Meere, die Jagd auf diese Thiere machen, zu derselben Zeit das Fleisch von den getödteten essen, und sich nicht vor der Leber in Acht nehmen, sondern sie vielmehr mit andern Theilen dieses Thiers wie eine Arzeney ansehen; also rührte die Krankheit der Holländer wohl vom Skorbut her. Uebrigens ist das Fleisch des Eisbären gewiß unschädlich, da, außer den oben angeführten Sibirischen Völkern, auch die Russen, welche auf den östlichen Spitzbergen einige Zeit elend zubrachten, die Engländer auf ihren Nordpolexpeditionen, und die Fischer, welche sich mit dem Wallfischfange beschäftigen, solches bezeugen. Das Fleisch soll einen starken Fischgeschmack haben, aber ungleich besser, als dasjenige vom Wallrosse seyn.

Die Bärin oder das Weibchen des Eisbären soll im März in ihrem Winterlager Jungen werfen, und sechs bis sieben Monat trächtig gehen, weil im Winter keine Begattung Statt findet. Sie werfen gewöhnlich zwei, oft auch ein einziges Junge, und gehen nicht eher aus ihrem Lager, bis die Jungen stark genug sind, ihnen zu folgen. Sie gehen indessen den ganzen Sommer hindurch bis zu dem folgenden Winter unter Aufsicht der Mutter und saugen an derselben. Ungefähr in der Mitte des Octobers hatten die Obischen Samojeden ein jähriges Junge, von dem sie die Mutter getödtet, gefangen, und in diesem Alter sollen die Jungen am schönsten seyn, und werden wegen der Felle mit dem weißesten, silberartigen und zartesten Wollhaare besonders gesucht. Das Haar der Alten ist zwar auch weich, aber doch gröber und wird zuletzt des durchschwitzenden Fettes wegen gelblich. Daher sind von den im Eismeere Schiffenden selten ganz weiße gesehen worden. Wenn eine Mutter mit den Jungen ans Land geht, ist sie stets sehr vorsichtig, und kämpft bei vorkommender Gefahr herzhaft für ihre Jungen. Wenn sie nicht der Hunger treibt oder sie Jungen vertheidigen wollen, sind sie nach der Uebereinstimmung aller den Nordpol Bereisenden nicht im geringsten gefährlich. Wenn ein Eisbär gereitzt oder von auf ihn gehetzten Hunden aufgehalten wird, so richtet er sich auf den Hinterbeinen in die Höhe und stürzt blindlings auf den Feind los. Wenn sie einen Menschen angreifen und tödten, so nehmen sie ihn ins Maul, und laufen mit der größten Leichtigkeit mit ihm davon; ja sie zerreißen ihn wohl gar im Angesicht seiner übrigen Gefährten, welches die Matrosen der Nordpolexpeditionen zu sehen Gelegenheit gehabt haben. Ein solcher Bär ward geschossen, da er eben einen zerrissenen Leichnam verzehrte, und er ließ davon noch nicht ab, sondern zerrte ihn mit sich fort, bis er nach vielen Schüssen erlegt ward. Die Samojeden und Tunjusen, obgleich schlecht bewaffnet, und selbst Körperschwach, nehmen den Kampf mit dem weißen Bären auf und bleiben gewöhnlich Sieger. Sie wissen aber durch eine geschickte Bewegung dem Thiere bei seinem blinden Anlaufen aus dem Wege zu gehen, und es dann mit ihrem Spieße von der Seite zu durchstoßen. Wenn Hunde auf ihn gehetzt werden, läßt er gewöhnlich den Jäger außer Acht und dieser hat dann Gelegenheit ihm von der Seite oder im Rücken einen tödtlichen Stoß beizubringen. Auch durch Trompetenklang, Geschrei und anderes schallendes Getöse sind die Eisbären leicht zur Flucht zu bringen, sie suchen sich dann durch Laufen oder Schwimmen zu retten; auch beim Anblick ihres eigenen Blutes gerathen sie in Furcht, und laufen gleichsam voll Verwunderung um die blutigen Fußtapfen hin und her.

Ein junger eingefangener Eisbär wurde von dem Besitzer in seiner Lebensart genau beobachtet. Es war ein faules und träges Thier und litt nicht, daß man es an den Ohren und in der Gegend der Hintertheile berührte. Es sprang heftig auf und machte ungeschickte Bewegungen, richtete sich auf den Hintertheilen auf, schlug mit den Tatzen und zerriß, was ihm zuwider war. Mit aufgesperrtem Maule und scheußlichen Augen zischte es gleichsam, und wenn es wieder seinen Willen an der Kette gezogen ward, so grunzte es gröber und schallender, heulte aber niemals, wie der gemeine Bär. Der Gang dieses jungen Bären war ganz bärenartig, in der Eile ungeschickt tanzend und gleichsam hinkend. Seltsam stand er auf vier Beinen oder ging freiwillig herum, und zwar mit hangendem, gleichsam schweren Kopfe oder er lag ausgestreckt auf dem Bauche. Fische zog er dem Fleische, und gefrorene den frischen vor; er zerriß den Fraß, den er mit den Füßen an der Erde festhielt. Er fraß übrigens mäßig und ohne Begierde, und leckte lange an der Kost, wie ekele und satte Hunde zu thun pflegen. Statt des Getränkes schluckte er begierig und häufig Schnee ein. Wasser trank er mit Lecken. Er verschluckte Heu und mancherlei Kehricht, welches man nachher, jedoch nicht häufig, unverdaut in dem geöffneten Magen fand. Im Schlafe bedeckte er die meiste Zeit die Schnautze mit der rechten Tatze, und wenn die strengste Kälte herrschte, schien er am vergnügtesten zu seyn.

Bei der Zergliederung eines ausgewachsenen Eisbären, in Vergleichung mit einem Landbären, fand man den Kopf des Ersteren größer, den Scheitel gewölbter, die Schnautze dicker. Die Nase ist groß, schwarz, etwas kürzer, als die Lefze, abgestutzt, oben durch einen breiten Gürtel kahl; die Nasenlöcher sind mondförmig, sehr gespalten, vorn sehr weit, mit dünner Scheidewand, und nicht, wie am Landbären, runzlicht. Eine kahle Furche läuft von dem untern Theile der Nasenscheide und längst der Oberlefze hinab. Das Maul ist nicht bis zu den Augen gespalten, die untere Kinnlade ist etwas länger, als die obere, aber mit der Lefze gleich lang. Die untere Lippe hat einen breiten, nackten, bis an die Schneidezähne gezackten Rand, die größeste Zacke steht an beiden Seiten gegen die Hundszähne, und ist lappigt; von da geht hinter den Hundszähnen eine gezackte Querfalte; vor diesen Lappen sind vier Zacken (bei dem Landbären acht) etc. Von den sechs Vorderzähnen sind aber die vier mittelsten abgerieben, abgestutzt, und der äußere große an jeder Seite kegelförmig; unten sind die Vorderzähne alle kleiner, nur die äußersten etwas größer; beim Landbären sind die beiden an jeder Seite gelappt, stumpf, und die mittleren kleiner. Die Hundszähne sind sehr groß, kegelförmig und convex; die obersten sind am größten, und haben nach hinten zu, der Länge nach, eine schwache Schneide, der Zwischenraum zwischen den Hunds= und Backzähnen ist größer, als in dem Landbären, am meisten an dem untern Kinnbacken, mit einer hervorstehenden Rippe des zahnlosen Knochenrandes. In dem obern Kinnbacken war ein kaum aus dem Zahnfleische hervorstehender kleiner stumpfer Zahn, der bei dem ausgewachsenen Bären etwas hinter dem Hundszahn, bei dem Jungen aber mitten zwischen den Hunds= und Backzähnen in dem Zwischenraume stand, welcher kleine Zahn den Landbären fehlt, jedoch nicht immer. Backenzähne hat der erwachsene Landbär aller Orten vier, welche mit kegelförmigen Höckern sägenartig zusammengehen, außer dem untern hintersten kleinen, der beinahe flach ist; oben ist er erst von allen der kleinste, und der letzte der größte. Bei dem jungen Eisbären wurden auf jeder Stelle drei bemerkt. An dem Landbären bemerkte Daubeton nicht über fünf Backenzähne in jeder Reihe, jedoch haben andere Zootomen oben an jeder Seite sechs und sieben gefunden. Die Zahl der Backenzähne scheint also bei den Bären nach dem Alter sehr unbeständig zu seyn. Die Zunge ist ziemlich dick, breit, flach, überall seidenartig, mit dichten, häutigen, zurückgebogenen Zotten besetzt. Knebelbarthaare fehlen fast ganz. Die Warze über den Augen hat drei kurze Haare, an dem Landbären mehrere Borsthaare. Die Augen sind sehr klein und häßlich; der Rand der Augenlieder ist kahl, schwarz, ohne alle Wimpern, bei dem Landbären ist der nackte Rand sehr schmahl, und die Haare stehen wie Wimpern nahe am Rande, besonders oben. Die Regenbogenhäute sind beinahe graubraun, unten viel breiter, und die Sehe daher nicht in der Mitte, klein und zirkelrund. Die Ohren sind viel kleiner, als am Landbären. Die vordern und hintern Tatzen haben fünf Zehen. Die Falten zwischen den Zehen sind dick und reichen fast bis zum Nagelgelenke. Die Krallen sind groß, sehr stark, von den Seiten zusammengedrückt. Der Schwanz ist sehr kurz, dick, abgestutzt, und ragt nur mit den Haaren der Spitze aus dem Pelze hervor, das Pelzhaar ist am Kopfe kurz, und dünn am Hinterkopfe; am Leibe rauch, nach hinten und unten allgemach länger, aller Orten ausgenommen an den Gliedern; äußerlich gänzlich gelbweiß, nach innen aber mit der weißesten Wolle vermischt. An ganz alten Bären, so wie an junge, die das erste Jahr zurückgelegt haben, ist das Haar noch glänzender und mehr silberweiß, besonders an den Gliedern.

Die Felle der Meerbären werden als Kaufmannswaare besser, als die von den Landbären, gehalten und mit drei bis fünf Rubel das Stück bezahlt, und in dem östlichen Sibirien einem gemeinen Zobel oder zwanzig Schneefüchse gleich geschätzt. Unter den Jägern in Sibirien ist auch der medizinische Nutzen mancher Theile berühmt. Das Fett soll in Nervenfällen gute Dienste leisten; jedoch soll nicht alles Fett sondern nur dasjenige, welches aus den Füßen gekocht wird, heilsam und gegen die Schmerzen der Gelenke treffliche Dienste leisten. In Sibirien wird vorzüglich ihre Galle und das Herz, als die besten Hausmittel angesehen. Die Galle wird getrocknet verkauft, und in Wasser oder andern Getränk aufgelöset, gegeben, besonders wider die Bräune, und gegen die Lustseuche.

Text komplett übernommen aus der Krünitz Enzyklopädie, Abbildungen nicht immer aus der Zeit und von Mami Simbas Harddisk - Sorry, no English translation!

Kommentare:

myramir hat gesagt…

J'aime beaucoup Petzi!!!
le texte trop Hard à lire pour moi,
je devine que c'est la grande histoire de Knuts historiquement parlant.

Simba hat gesagt…

Oui, Myriam, les 2 derniers postings sont des copies de ce qu'on peut trouver sur des ours et des ours polaires dans une encyclopédie allemande qui a son origine plus que 200 ans d'ici là. Malheureusement trop compliqué à traduire parce qu'on risque de laisser tomber trop l'humeur involontaire causé par des expressions qui ont pris une autre sense aujourd'hui. On va voir, si on peut trouver une forme qui permet au moins de suivre quelques une des détails en anglais. Tu vas le trouver dès que ce sera près...mais doucement, doucement...))
Bisous
Simba et Mami Simba