Donnerstag, 17. Juni 2010

Very sad news from Munich ....Jamuna Toni ist tot...RIP

Wer da so vorwitzig den Rüssel zwischen die Beine des Pflegers hält, ist Jamuna Toni , das kleine asiatische Elefantenbaby, das am 21.12. 2009 im Münchner Zoo Hellabrunn nach 2 Tragejahren geboren wurde. -

That's Jamuna Toni , mischievous holding her trunk in a zone which usually is off limits...The little female Asian elephant calf was born on December 21, 2009 with a weight of 112 kilograms and a height of 88 cm, the pregnancy took 2 years .

Mutter Panang nahm die Kleine nicht an und so wurde sie mit der Hand aufgezogen.-
The baby was being hand-reared as her mother Panang refused to take care of her.

Now little Jamuna Toni is dead, the female elephant calf had to be euthanised. Last week she was brought into a clinic because she had pain in her front legs and over the weekend her health declined rapidly. As she could not get up any more, she suffered from circulatory disorders and also pneumonia due to a miraculous disease affecting the bones. So the decision was taken to put her down on June 14 as no treatment could be found.

Hier der Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 14.06.2010
"Jamuna Toni, das sechs Monate alte Münchner Elefantenbaby, ist eingeschläfert worden. Das Tier litt an einer unbekannten Krankheit und unter großen Schmerzen.

Dramatik im Münchner Zoo Hellabrunn: Das Elefantenmädchen Jamuna Toni verlor den Kampf um das Leben. Die Attraktion des Tierparks ist tot. Nachdem sich am Wochenende der Gesundheitszustand des sechs Monate alten Elefantenbabys innerhalb kürzester Zeit dramatisch verschlechtert hatte, entschied das betreuende Tierärzte-Team gemeinsam mit einer Kommission aus Wissenschaftlern und Tierschutz-Experten am Montagmittag, Jamuna Toni von ihren Leiden zu erlösen.

Die Symptome der sehr schmerzhaften Verschiebungen der Knochen in den Wachstumsfugen, die am Freitagmorgen an den Vorderbeinen diagnostiziert wurden, weiteten sich an den beiden Folgetagen auch auf die Hinterbeine aus. Dies bedingte, dass die kleine Elefantin selbst mit Hilfe einer Haltevorrichtung nicht mehr stehen konnte und liegend behandelt werden musste.

Dadurch kam es zu massiven Kreislaufproblemen und einer Lungenentzündung, die den Allgemeinzustand zusätzlich schwer belastet haben. Eine erfolgversprechende Behandlungsmethode gibt es nicht. Alle Versuche, die Erkrankung nach Beratung mit den führenden Wildtiermedizinern positiv zu beeinflussen, schlugen fehl.

Der zoologische Direktor des Münchener Tierparks, Andreas Knieriem, sagte: "Wir sind sehr betroffen. Der rasche und unerklärliche Krankheitsverlauf hat auch uns überrascht und gibt uns viele Fragen auf. Die Entscheidung, Jamuna Toni einzuschläfern, ist uns wahrlich nicht leicht gefallen. Letzten Endes war es jedoch das Einzige, was wir noch für sie tun konnten. Sie weiter am Leben zu erhalten, wäre aus Tierschutzgründen nicht vertretbar gewesen."Tragischer Verlust

Der gesamte Tierpark Hellabrunn trauere um den kleinen Elefanten, der allen in den vergangenen Monaten sehr ans Herz gewachsen sei. Vor allem für Jamuna Tonis Ersatzpapas, die sich von der ersten Stunde an Tag und Nacht liebevoll um die Kleine gekümmert haben, sei es sehr schwer.

Die Ursache der rätselhaften Krankheit ist indes immer noch nicht bekannt, da die Auswertungen unterschiedlichster veterinärmedizinischer Untersuchungen noch laufen. Die behandelnde leitende Tierärztin des Münchener Tierparks, Christine Kempter, sagte: "Leider konnten wir Jamuna Tonis Grunderkrankung immer noch nicht zu 100 Prozent diagnostizieren. Aller Voraussicht nach werden uns erst die pathologischen Ergebnisse die Hinweise liefern, die wir seit Tagen vergeblich gesucht haben."

Aufgrund fehlender Vergleichsfälle und des rapiden Krankheitsverlaufs habe man leider keine Therapie finden können, die Jamuna Toni hätte helfen können. Das Baby war im Dezember nach 656 Tagen Tragezeit in Hellabrunn auf die Welt gekommen und von seiner Mutter verstoßen worden.

Christine Strobl, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Münchener Tierpark Hellabrunns, reagierte bestürzt: "Das quirlige Elefantenmädchen hat mit dem Tag ihrer Geburt im Dezember letzten Jahres unser aller Herz erobert: Nachdem sie von ihrer Mutter leider verstoßen wurde, haben die Münchnerinnen und Münchner sie spontan 'adoptiert'. Umso tragischer ist nunmehr ihr Verlust."

In den nächsten Tagen werden umfangreiche pathologische Untersuchungen vorgenommen. Sobald Ergebnisse vorliegen, wird der Münchener Tierpark Hellabrunn die Öffentlichkeit ausführlich informieren."

Farewell , Jamuna Toni..., you will always be remembered as you gave so much fun to a lot of people in your short life, RIP little one!

Photo credits & sources:

Jamuna Toni's trunk between legs (metro.uk-1), Jamuna Toni plays with keeper (Alexandra Beier -2), Jamuna Toni (Abendblatt-3,5,6 ), Jamuna Toni with keeper (latimes.blog-Joerg Koch 4,7 ), more photos here & here, video here

Kommentare:

Simba hat gesagt…

Hier der Link zur Presseerklärung des Instituts, das zur Klärung der Ursache von Jamuna Tonis Tod eingeschaltet wurde.

http://idw-online.de/pages/de/news374743

Das Elefantenmädchen Jamuna Toni aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn ist tot. Am Wochenende hatte sich der Gesundheitszustand des sechs Monate alten Elefantenbabys innerhalb kürzester Zeit dramatisch verschlechtert. Eine Ethikkommission entschied Montagmittag, Jamuna Toni aus Tierschutzgründen und wegen der aussichtslosen Prognose zu erlösen. Wildtiermediziner des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) untersuchen nun, an welcher Erkrankung das Elefantenbaby litt.
Die Symptome einiger sehr schmerzhafter Verschiebungen der Knochen in den Wachstumsfugen, die am Freitagmorgen letzter Woche an den Vorderbeinen diagnostiziert wurden, weiteten sich an den beiden Folgetagen auch auf die Hinterbeine aus. Dies bedingte, dass die kleine Elefantin selbst mit Hilfe einer Haltevorrichtung nicht mehr stehen konnte und liegend behandelt werden musste. Dadurch kam es zu massiven Kreislaufproblemen und einer Lungenentzündung, die den Allgemeinzustand zusätzlich schwer belasteten. Eine erfolgversprechende Behandlungsmethode gab es nicht. Alle Versuche, die Erkrankung nach Beratung mit den führenden Wildtiermedizinern vom IZW positiv zu beeinflussen, schlugen leider fehl.

Bis in die frühen Morgenstunden des Dientags hat das IZW, ein weltweit renommiertes Institut für die wissenschaftliche Erforschung von Erkrankungen bei Elefanten, umfangreiche Untersuchungen am Hellabrunner Elefantenbaby vorgenommen. Das Ergebnis: Zahlreiche nicht traumatisch bedingte Knochenbrüche am ganzen Körper konnten festgestellt werden. Die multiplen Knochenbrüche machten eine stoffwechselbedingte Knochenerkrankung, die Dr. Andreas Knieriem, der zoologische Direktor des Tierparks Hellabrunn, bereits vermutet hatte, immer wahrscheinlicher.

Um die genaue Ursache des sehr komplexen Krankheitsbildes wissenschaftlich abgesichert klären zu können, müssen noch zahlreiche weitere Untersuchungen an Blut, Knochen und allen wichtigen inneren Organen durchgeführt werden. Diese werden Wochen in Anspruch nehmen.

Dr. Andreas Knieriem sagte: „Der extrem rasante Krankheitsverlauf und die erschreckende Art und Anzahl der Knochenbrüche, die nach dem Tod durch eine computertomografische Untersuchung festgestellt wurden, sind bisher noch nie beschrieben worden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann die Ursache noch nicht geklärt werden. Bestandteil weiterer Nachforschungen werden auch genetische und angeborene Ursachen einschließen.“

Das Hellabrunner Elefantenmädchen Jamuna Toni war Montagnachmittag wegen der rapide fortschreitenden Knochenerkrankung eingeschläfert worden. Sie ist anschließend von der leitenden Tierärztin des Tierparks München Hellabrunn, Dr. Christine Kempter, und dem Tierpfleger und Ersatzpapa Thomas Günther zum IZW nach Berlin gebracht worden, um gemeinsam mit dem Berliner Expertenteam eine umfassende Diagnose der rätselhaften Erkrankung zu erarbeiten.

Simba hat gesagt…

Aus irgendwelchen Gründen konnte ich den Kommentar nicht mehr editieren.

Bitte dem Link oben folgen, wer mehr Infos sucht.

Ich finde es interessant, dass es in Deutschland ein Institut gibt, in dem umfangreicher Todesursachen von Zootieren nachgegangen werden kann.

Ich hoffe sehr,dass im Fall von Jerka die Wuppertaler auch dieses oder ein verglaichbares Institut eingeschaltet haben.

Von den vielen Knochenbrüchen bei Jamuna Toni zu lesen hat mich sehr erschüttert, sie muss wirklich große Schmerzen gehabt haben.

Gisela im Hartmuthforum hatte diesen Link eingestellt, dafür danke ich.

Leider gibt es den Text nicht in der engl. Übersetzung bislang.

Simba hat gesagt…

Please do not miss Caren's tribute to Jamuna Toni on KWM

http://knutisweekly.com/2010/06/in-loving-memory-jamuna-toni/