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Sonntag, 17. Januar 2010

Gana ist tot...RIP

Gana is dead...
She made headlines around the world...causing more than one discussion about grief and mourning in animals...Now it's our turn to mourn her...
...who was never able to see her offspring grow...

Trauer im Allwetterzoo: Gorillaweibchen Gana ist gestorben - Nun Sorgen um Baby Claudia

„Gana“, die zwölfährige Gorillamutter im Allwetterzoo Münster, starb in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Noch bevor es überhaupt eine greifbare Diagnose über die schwere Erkrankung von „Gana“ gab, fand Bärbel Uphoff, Revierleiterin bei den Menschenaffen, das Gorillaweibchen bei Dienstbeginn leblos im Gehege vor.

„Claudia“, die Tochter von „Gana“, lag noch auf ihrer Mutter. Zum Abschiednehmen ließen die Pfleger die beiden anderen Weibchen „Fatima“ und „Changa“ samt ihrem Sohn „Thabo“ zur toten „Gana“. Lediglich „N’Kwango“, der Vater des Gorillanachwuchses, wurde ausgeschlossen, weil seine Reaktionen nicht abzuschätzen waren.

Changa (one of the other 2 gorilla ladies beside Gana), together with her own son Thabo, babysitting little Claudia during Gana's medical exams...

Changa kümmerte sich

„Changa“ kümmerte sich sofort um die halbjährige „Claudia“ und nahm sie an sich. Etwa ab 11 Uhr begann das Weibchen allerdings, der toten „Gana“ die Tochter auf den Körper zu legen. Deshalb wurde die Gruppe wieder getrennt, um „Ganas“ Körper zu bergen. Das Gorillaweibchen wird nun obduziert, weil es auch nach ihrem Tod äußerst wichtig ist, die Ursache ihrer Erkrankung festzustellen. Wo „Gana“ obduziert wwerden wird, steht derzeit nach Angaben aus dem Zoo noch nicht fest.Claudia nimmt die Nuckelflasche

„Claudia“, dem im August 2009 geborenen dritten Kind von „Gana“, geht es zum Glück gut. Sie wird bereits seit etwa zehn Tagen von den Tierpflegern mit Babynahrung aus einer Nuckelflasche gefüttert. Anfangs trank sie noch bei der Mutter, doch seit gestern nimmt das 2,8 Kilogramm wiegende Gorillakind die gesamte Tagesmenge per Flasche zu sich, das sind etwa 300 ml Milch. Während „Ganas“ CT-Untersuchung am vergangenen Freitag war sie das erste Mal in der Obhut eines Tierpflegers, der sie während „Ganas“ Abwesenheit warm hielt.

Adoptivmütter fürs Baby?

Man hofft im Allwetterzoo sehr, dass „Claudia“ in Münster bleiben kann. Die beiden anderen Weibchen, allen voran „Changa“, scheinen sich um sie kümmern zu wollen - und „Claudia“ wird hoffentlich bald begreifen, dass ihre Mutter nicht mehr zurückkehrt. Dann wird sie auch die „Adoptivmütter“ akzeptieren. Derweil haben die Pfleger für „Ersatzwärme“ gesorgt und „Claudia“ Plüschtiere mit integrierter Wärmeflasche angeboten.

Adler: Trauer und Kummer

Zodirektor Jörg Adler, der derzeit Urlaub hat und nicht in Münster ist, tut es unendlich leid, „dass die aufopferungsvolle Pflege und das große medizinische Engagement für ‚Gana’ nicht den so sehr gewünschten Erfolg hatte“. Er teilt die Trauer, den Kummer und vielleicht auch die Enttäuschung der Tierpfleger im Menschenaffenhaus. Leider sind die Möglichkeiten der Behandlung eines schwer erkrankten Menschenaffen eingeschränkt und der Krankheitsverlauf von „Gana“ ließ nur eine geringe Hoffnung auf Genesung.

Dank an alle Betreuer und Ärzte

Jetzt gilt die gesamte Aufmerksamkeit des Teams im Allwetterzoo „Ganas“ Tochter, die nach Möglichkeit in der Gorillagruppe bleiben soll. Neben dem Zooteam dankt Jörg Adler allen anderen an den Untersuchungen von „Gana“ beteiligten Personen, allen voran den Humanmedizinern des Universitätsklinikums Münster. Einige der Ärzte haben sich sogar in ihrer Freizeit für „Gana“ engagiert.

One of the last photos of Gana

Gorilla who kept dead baby in 2008 dies

BERLIN (AP): A German zoo says the gorilla who gained fame for mourning her dead baby by carrying its body for several days in 2008 has died following illness.

Muenster zoo spokeswoman Ilona Zuehlke told the DAPD news agency that a keeper found 12-year-old Gana dead in her cage early Sunday. Zuehlke said the exact cause of death has not been determined, but the gorilla had been ill for several weeks.

Gana became famous through pictures of her cradling the lifeless body of her 3-month-old son Claudio who had died of a severe intestinal infection in 2008. Zookeepers said at the time such behavior is not uncommon for gorillas.

Last April she gave birth to a healthy daughter who was named Claudia and still lives at the zoo (see first pics above).

Baby Mary Zwo who has recovered well in Stuttgart Wilhelma, both pics from 2007...


Source & photo credits: Stadtmagazin Echo Münster (5&6) ,The Star Online,Mary Zwo Photos (7),

Recent photo of Mary Zwo at age 2 on flickr by Michael Molthagen

Related articles: RP Online, Stern, Zur Krankheit von Gana/Echo Münster (15.01.2010), Große Sorge um Gana/Allwetterzoo Münster (05.01.2010), About Claudia's Birth/Los Angeles Times (05.08.2009,photos 1-4), Zu Gana nach Claudios Tod/Stern (22.08.2008) , Gana's Grief & Mourning/Daily Mail (19.08.2008), About Mary Zwo/Sky News (02.07.2007),Zu Mary Zwo/Welt Online dt.,, More Mary Zwo/Daily Mail 11.08.2007

Related postings:Gute Bessserung-Speedy Recovery,Gana (05.01.2010), Trauer um Affen-Affentrauer/04.02.2010

Mittwoch, 4. Februar 2009

Trauer um Affen - Affentrauer....George & Gombe - Gana & Claudio

Ein angeborener Lungenschaden und ein unterentwickeltes Kleinhirn waren die Ursachen für den Tod von Schimpansen-Baby George im Krefelder Zoo vor rund drei Wochen. Die Erkrankungen sind vermutlich auf das hohe Alter von Mutter Gombe zurückzuführen, die zum Zeitpunkt der Geburt im September 2007 nach 17 jähriger Babypause bereits 34 Jahre alt war, was bei Menschen rund 68 Jahre entspräche.

Mutter Gombe hatte sich nach der Geburt vorbildlich um den kleinen George gekümmert. In den Monaten zuvor fiel allerdings auf, dass er in seiner Entwicklung zurückblieb, das Zoopersonal wollte ihn jedoch nicht von seiner Mutter trennen, um Untersuchungen vorzunehmen.
Little chimp George from Zoo Krefeld died of an inherently defect of the lungs and an underdeveloped cerebellum. This is the result of the pathological exams which has been published now after 3 weeks, assuming that these defects were connected with the late pregnancy of Mother Gombe who was already 34 (double it and you get the equivalent in human years) when she gave birth to George in September 2007 after a baby pause of 17 years.

In the beginning everything seemed fine, Gombe was a very caring mom but during the last months, the zoo staff was concerned about the fact that George stayed back in his development. A seperation of mother and baby would have been necessary to do the medical exams, the zoo decided for the relationship between mother and child.
Nach seinem Tod trug Gombe den Kleinen noch 2 Tage herum bis sie ihn ablegte, ein Verhalten, das im August auch bei Gorillamutter Gana(photo 3) aus dem Zoo Münster Schlagzeilen gemacht hat, nachdem ihr nur 3 Monate altes Baby Claudio starb. In der Natur tragen Affenmütter ihre Kleinen manchmal noch wochenlang mit sich herum, bevor sie es loslassen.

After his death Gombe carried the dead baby 2 days before she left him somewhere in the enclosure. This behaviour made worldwide headlines in August 2008, when gorilla mum Gana refused to let go of the body of her dead 3 months old baby Claudio for 6 days, a behaviour which can be found in the wild too, sometimes even for weeks.

Photo credits: Stadt Krefeld (1 & 2), Stern (3)

Thanks to Ulli J who made us aware of the death of little George in Krefeld!