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Freitag, 29. Januar 2010

Wiederholungstäter Island ....Shame...Another polar bear shot in Iceland

Und wieder...

Verirrter Eisbär in Island erschossen

Von Hannes Gamillscheg, 28.01.10, 22:22h

Island hat erneut einen gestrandeten Eisbär erlegen lassen. Offenbar war das Raubtier auf einer Eisscholle von Grönland aus über das Meer getrieben. Nach Sichtung des Tieres machten isländische Jäger kurzen Prozess.

KOPENHAGEN - Eisbären haben auf Island minimale Überlebenschancen: zur natürlichen Fauna zählen die Raubtiere nicht, und verirrt sich mal ein Ausreißer aus Grönland auf die Insel, kostet ihn dies unweigerlich das Leben. Am Mittwochabend haben Jäger erneut einen Eindringling erschossen, der wohl auf einer Eisscholle das Meer gekreuzt hatte. Svanhvin Geirsdottir aus Thistilfjordur an der Ostküste hatte diesmal das Tier zuerst gesehen. „Er war recht klein, zersaust und sah furchtbar ermattet aus“, sagte sie.

Kein Wunder: in Island ist es ungewöhnlich warm, und weit und breit gibt es kein Treibeis. Die Scholle, auf der der Bär aus Grönland wegtrieb, muss weit vor der Küste geschmolzen sein, und den restlichen Weg musste er wohl schwimmend zurücklegen. An Land stellten ihn drei Jäger. „Ihn lebend zu fangen, war diesmal keine Option“, sagt Hjalti

Gudmundsson von der Umweltbehörde. 2008 hatte man versucht, einen Bären einzufangen. Doch als sich das aufgescheuchte Tier gegen die mitgereisten TV-Reporter wandte, musste auch dieses das Leben lassen. Danach legte das Umweltamt fest, dass zugewanderte Eisbären getötet werden. Gudmundsson: „Sie sind gefährlich, es ist zu kostspielig, sie zu retten - und sie sind nicht von Ausrottung bedroht.“ (ksta.de/28.01.2010)

Shot polar bear No.1, Iceland - 03.06.2008, please see youtube video here & Blinkx-ITN-video here!

Noch ein Artikel zum jetzigen Vorfall, man beachte hier v.a. den Begründungszusammenhang bzgl. der Tat...

Von Grönland ins 500 Kilometer entfernte Island verirrt und dann gleich erschossen: Scharfschützen der Polizei haben in Thistilfjordur im Nordosten der Atlantikinsel einen jungen Eisbären erlegt.
Das Tier wurde von einem Bauern gesichtet und dann sofort den Behörden gemeldet. Ein Sprecher erklärte am Donnerstag im Rundfunksender RUV, es habe wegen der schwierigen Wetterbedingungen keine Möglichkeiten gegeben, das Tier lebend einzufangen.

Der Bestand der riesigen und für Menschen extrem gefährlichen Raubtiere ist durch den Klimawandel immer stärker gefährdet. Als 2008 im Abstand von wenigen Wochen zwei Eisbären schwimmend und auf Treibeis Island im Nordatlantik erreicht hatten, verlangten Tierschützer, dass sie lebend in ihr natürliches Lebensgebiet in der Arktis zurückgebracht werden sollten.

Aber auch der freundlich gemeinte Name Ofeig ("Der nicht sterben soll") in Medien, Sponsorgelder eines reichen Isländers und die Fangkünste eines eigens eingeflogenen dänischen Eisbär- Experten halfen dem zweiten Ankömmling nichts: Als das in Panik geratene Tier auf die Meute von Reportern und Fotografen losstürmte, fielen tödliche Schüsse von isländischen Scharfschützen. Der erste Bär wurde zwei Wochen vorher sofort erschossen. (Vienna Online/28.01.2010)

Shot polar bear No.2, Iceland - Ofeig when he was spotted by a 12 year old girl- mid June 2008, no videos found

Polar bear shot in Iceland
"A polar bear was spotted today (27 January) in Thistilfjordur, northeast Iceland by a farm worker who was stood less than 100 metres from the bear when she noticed. Police took the decision to shoot the bear, as conditions need to be right to affect a rescue – chief among them the stipulation that people not be endangered.

The bear’s arrival in Iceland is highly unusual. Two polar bears were shot and killed in Iceland in the summer of 2008 and no others had been spotted for around 20 years before.

The three reasons stated for the decision to shoot the bear were: human safety, the abundance of polar bears in eastern Greenland (where the bear was almost certainly from) and the huge costs involved in capturing it alive and returning it home." (IceNews/27.01.2010)

Shot polar bear No.3, Iceland- 27.01.2010 (this photo was published within the news about bear No.3, it might be an archive photo of 2008)

By the way, did you know that Iceland's " oldest sport association ...is the Reykjavík Shooting Association, founded 1867. Rifle shooting became very popular in the 19th century and was heavily encouraged by politicians and others pushing for Icelandic independence. Shooting remains popular and all types of shooting with small arms is practiced in the country." (see: wikipedia)

Whatever... it makes me sick!!

Related articles: "Der weiße Bruno"/sueddeutsche.de, Care2/engl. incl. comments & photo, bild.de/dt., oe24.at-05.06.2008, focus/06.06.2008, spiegel/18.06.2008

Related postings: Ofeig - "Der nicht sterben soll" - Polar bear killing in Iceland/19.06.2008

Donnerstag, 19. Juni 2008

"Ofeig" -"Der nicht sterben soll" - Polarbear killing in Iceland


Auf Island verirrter Eisbär nach Sturm auf Journalisten erschossen

Reykjavik (dpa) - Ein auf Island verirrter Eisbär ist am Dienstag von Scharfschützen der Polizei erschossen worden. Wie ein Behördensprecher mitteilte, war der Bär in Panik auf eine Gruppe Journalisten an der Küste von Nordisland losgestürmt. Der Bär sollte eigentlich nur betäubt und von Spezialisten des Kopenhagener Zoos entweder in seine Heimat Grönland oder in den Zoo von Dänemarks Hauptstadt gebracht werden. Das Tier war ebenso wie zwei Wochen zuvor ein Artgenosse von der 500 Kilometer entfernten Polarinsel auf Eisschollen nach Island getrieben worden, wo Eisbären sonst nicht leben.

Proteste von Tierschützern
Wie der Sender RUV in Reykjavik berichtete, hatte ein zwölf Jahre altes Mädchen das Raubtier vor dem Bauernhof seiner Eltern nahe der Ortschaft Saudarkrokur am Skagafjord gesichtet und die Behörden alarmiert.Nachdem die Behörden den ersten der beiden Bären von Polizeischützen töten ließen, reagierten Umweltorganisationen sowie Tierschützer mit scharfen Protesten und verwiesen auf die akute Bestandsgefährdung für diese Tierart in der Arktis.Der zweite Bär sollte deshalb unter allen Umständen den für ihn ungeeigneten Aufenthaltsort in Island lebend verlassen können. "Wenn es ein junges Weibchen ist, kann das Tier bei uns unterkommen, wenn es ein Männchen ist, geht das nicht", sagte Zoodirektor Bengt Holst vor Beginn der dann tödlich ausgegangenen Jagd auf den Bären.

Man hatte auch überlegt, das Tier zu betäuben und zurück nach Grönland zu bringen. Ein Tierarzt war mit einem Betäubungsgewehr auf dem Weg. Der isländische Milliardär Björgulfur Thor Björgulfsson versprach bereits, die Kosten für die Bergung des lebendigen Bären zu übernehmen.Über das zeitweilige Treiben des verirrten und offenbar hungrigen "Ofeig" im Nordwesten der sonst komplett bärenfreien Atlantikinsel hieß es, er habe in einem Vogelreservat "jede Menge rohe Eier gegessen und auch sonst Tabula rasa gemacht".


Erster Bär zur Sicherheit erschossen
Vor zwei Wochen hatten die Behörden den Abschuss des Bären als Sicherheitsmaßnahme verteidigt. Es habe nicht genug Zeit gegeben, Betäubungsmittel zu besorgen, man habe auch Angst gehabt, die Fährte des sich schnell bewegenden männlichen Tieres im Nebel zu verlieren. Nachdem auch die Umweltministerin Islands konsultiert worden war, wurde das Tier erschossen.

Letzter Bärenbesuch vor mehr als 20 Jahren
Island liegt knapp unter dem Polarkreis. Zuletzt wurde hier 1993 ein Eisbär gesichtet, auch dieser überlebte seinen Besuch nicht. Das einzige heimische wilde Landtier auf der fast baumlosen, aber im Sommer auch weitgehend schnee- und eisfreien Insel ist der Polarfuchs.

Links und Fotos:Daily Telegraph(Foto 1),Guardian.uk (Foto 2/Iceland TV),Foto 3/AP

English Version

Daily Telegraph Article/Iceland police shoot second Greenland polar bear
June 18, 2008

POLICE in Iceland have shot a second polar bear that apparently travelled hundreds of kilometres across the sea to the island nation.The animal was spotted by a 12-year-old girl on a farm, who raised the alarm - causing a crowd of media and onlookers to gather.But the bear was gunned down after it charged the journalists.

It is believed the bear travelled several hundred kilometres from Greenland atop an ice floe, probably landing near the town of Saudarkrokur, on the Skaga fjord, where it was seen and killed.

The bear was the second known to have made the trip across the north Atlantic in just two weeks.International outrage followed after cameramen filmed police shooting the first bear - warning, graphic footage.They were the first such incidents in 20 years in Iceland, which lies just below the Arctic Circle and where polar bears are not native.In the earlier case, authorities permitted police marksmen to kill the polar bear, sparking protests from environmentalists and animal rights' groups.After the protests, authorities had vowed to capture the second bear and have it shipped in a cage back to Greenland or give it to a zoo.

But after the bear charged a group of reporters "in a panic", a police spokesman said they had "no other choice" but to kill it.


Footnote: The oldest record of polar bears being sighted in Iceland is from 890, 16 years after the first settlers arrived. The last visit was in 1993, when sailors saw a bear swimming off the coast of Strandir. It was also killed.Polar bears were frequently tamed during the middle ages, but since then no bear has been captured alive in Iceland.