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Donnerstag, 31. März 2011

Out of the Blue...? Rumours & Theories - Aus heiterem Himmel...?....Gerüchte und Theorien

19.03.2011

Am Samstag , den 19. März starb Knut völlig überraschend am Nachmittag vor 600 bis 700 Besuchern des Zoos. Direkt danach gab es die verschiedensten Spekulationen über die Todesursache, für heute, Donnerstag, den 31. 03., war eigentlich vom Zoo eine Pressekonferenz angekündigt worden, heute sollten die endgültigen Untersuchungsergebnisse vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung vorliegen. Diese liegen in der Tat vor, aber die Pressekonferenz ist aus technischen Gründen auf morgen 10.30 verschoben worden. Nachfolgend die bislang vorliegenden Pressemitteilungen nach den ersten Untersuchungen. Morgen werden wir vielleicht mehr wissen. -

On Saturday, 19 March Knut died unexpectedly in the afternoon in front of 600-700 visitors at his enclosure in the zoo. Immediately after there were many different speculations about the death cause. For today, Thursday, 31 March, a press conference was announced, as for today the final test results from the Berlin Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research were expected. The findings, in fact, were handed over today, but for technical reasons the press conference has been postponed until tomorrow 10.30. Please find following the press releases as published after the first exams so far. And let's see what will bring tomorrow.

19.03.2011

Pressemitteilung vom 22.03.2011

Nach dem Tod von Eisbär „Knut“ fand gestern am 21.03. im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung die Sektion des Tieres statt. Die ersten Untersuchungsergebnisse zeigen deutliche Veränderungen des Gehirns, die als Grund für den plötzlichen Tod des Eisbären angesehen werden können. Andere Organveränderungen wurden von den Pathologen nicht festgestellt. Weitergehende Untersuchungen (Bakteriologie, Histologie) werden noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Über das endgültige Ergebnis werden wir umgehend berichten.

gez. Dr. Bernhard Blaszkiewitz, Gabriele Thöne (siehe auch rbb)


Press Release 22.03.2011

After Knut's death a necrospy was performed yesterday on March 21st at Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung. Initial findings showed significant changes to the brain, which can be viewed as a reason for the polar bear's sudden death. The pathologists have not found other alterations of organs. Further analyses (Bacteriology, Histology) will take a few more days. We will inform you about the final result.

Dr. Bernhard Blaszkiewitz, Gabriele Thöne (See also CBS & The Star)

19.03.2011

Obwohl das endgültige Ergebnis erst für heute erwartet wurde, kursierte gestern bereits in der Presse eine heute vom Zoo dementierte dpa Meldung, über eine angebliche "tödliche Erweiterung der Hirnwasserkammern".

"Die Druckverhältnisse im Gehirn seien so dramatisch verändert gewesen, dass das Tier unvermeidlich auch gestorben wäre, wenn es festen Boden unter den Füßen behalten hätte und nicht ins Wasser gestürzt wäre. Solche Veränderungen der Hirnkammern treten auch bei anderen Tierarten und beim Menschen auf, die Ursachen sind unterschiedlich.

Hinweise auf starken Stress wurden bei der Analyse von Hirnschnitten und anderen Organen nicht gefunden. Solche Spuren hätten sich zum Beispiel in den Nebennieren finden können. ...Auch Hinweise auf einen epileptischen Anfall oder auf klassische Gen-Defekte wurden nicht gefunden.Tierschutz-Organisationen hatten Vermutungen angestellt, der Tod sei die Folge von Inzest. Von neun Eisbären, die Knut-Vater Lars gezeugt hat, sind sieben vorzeitig gestorben. Lars soll selbst aus einer Inzucht-Verbindung stammen. "

(siehe auch Nürnberger Zeitung/30.03. und Tagesspiegel 31.03.2011)


Although the final result was not expected until today, already yesterday a dpa (German Press Agency) report circulated in the press about an alleged "deadly enlargement of the cerebral fluid chambers. " This report was denied today by the Berlin Zoo.

The report stated that "the pressure conditions in the brain were changed so dramatically that the animal would have died inevitable even if it had kept firm ground under his feet and wouldn't have plunged into the water. Such changes in the brain ventricles can occur in other animal species and in humans too, due to different reasons."

"Neither indications of severe stress were found in the analysis of the brain sections and other organs as for example in the adrenal glands, ... nor any evidence of an epileptic seizure or classical genetic defects. Animal Right activist groups had
(wrongly!) suspected that Knut's death had been the result of incest. Knut-father Lars was said to have derived from an inbred connection, and that of 9 polar bears fathered by him 7 had died prematurely. "

(see also News24/30.03.2011)

19.03.2011

Ob die morgige Pressekonferenz die Spekulationen beendet sei dahingestellt, eins ist sicher, es bringt uns Knut nicht zurück und es wird auch den Prozess des Abschiednehmens nicht verkürzen. Und vielleicht geht es darum, einfach einmal mehr akzeptieren zu lernen, dass der Mensch nicht in der Lage ist, die Natur zu kontrollieren, und dass manchmal das Leben einfach nur kurz ist.

Whatever outcome the press conference tomorrow will bring, I doubt it will end the speculations, I doubt it will ease the pain and I doubt we will ever understand why Knut had to go so young. But maybe it's just about that, to accept once again that we can't control Nature and that sometimes a life span is just short.

Related:
- Zoo Berlin gibt erste Untersuchungsergebnisse bekannt/Ulli J's Eisbärblog 22.03.2011
-
Zoo Berlin: Wirrwarr um die Todesursache von Knut/ FAZ 31.03.2011

Samstag, 26. März 2011

Letzte Grüße auch aus Alaska ....A last Farewell from Alaska too...


Nicht nur in Berlin hat Knut seine Spuren hinterlassen, Freunde aus aller Welt haben sich bei mir gemeldet und mitgeteilt, wie sehr die Nachricht von Knuts Tod sie berührt. Dafür möchte ich mich sehr bedanken, es hat in all dem Schmerz sehr gut getan. Eine der ersten Reaktionen kam übrigens aus Japan, ein Freund, der dabei ist, Japan nach all den Ereignissen nun endgültig zu verlassen, hat in seinen schweren Stunden dennoch ausgedrückt, wie sehr ihn Knuts Tod berührt. Aus Alaska bekam ich Anfang der Woche von meinem Freund David Booth diesen Cartoon zugeschickt. Es braucht keine Worte. -

Not only in Berlin Knut has left his prints, friends from all over the world have contacted me and told how much the news of Knut's death affected them. I would like to thank everybody, it has helped me during the first days, when my pain seemed to be unbearable. By the way, one of the first reactions came from Japan, a friend who is about to leave Japan for good after all the events of disaster, has expressed in his own difficult time, yet how sad he was by the news of Knut's death. Earlier this week my friend David Booth from Alaska sent me his last tribute . It needs no words.


David erinnerte mich auch daran, dass heute am 26.März wieder Earth Hour ist. Überall auf der Welt sollen die Lichter um 20:30 abends für eine Stunde ausgestellt werden...Danke!

David sent me also a reminder of this year's Earth Hour which will take place as every year at 8:30 pm. So please, turn off your lights today, Saturday at 8:30 pm, whereever you are. For one hour...Thank you!

Mittwoch, 23. März 2011

In Loving Memory....Gedenken und Erinnern






Am Löwentor im Zoo liegt ein Kondolenzbuch aus . -
There is a condolence book in the zoo at the Lion's Gate.


Seit Montag können letzte Grüße an Knut auch hier in einem Online-Kondolenzbuch hinterlassen werden. Ich wünsche mir sehr, dass dieses Buch immer zugänglich bleibt, um auch später noch die Möglichkeit zu haben, mitzuempfinden und nachzulesen, welch umspannende Bedeutung Knut in den herzen sovieler hatte. Es wäre schade, wenn dies verloren ginge.-

Since Monday Knut's friends can also leave their last farewell to Knut in the online condolence-book which Zoo Berlin has opened here. I wish very much that the Zoo will keep this book online so that one can share thoughts and feelings even later, and read about the traces Knut left in the hearts of so many people around the world.It would be so sad to lose this collective tribute to a polar bear who was just unique and special in so many ways.

Photos: Gudrun Graebert & Christina M

23. März - Some places he loved

ZentriertChristina war gestern an all den Plätzen , die er liebte...- Yesterday Christina visited
"
All places he loved".


Following some photos taken of Knut on 23.03., it was the day 4 years ago that he went public.

23.03.2010

23.03.2010

23.03.2009

23.03.2009


23.03.2008

23.03.2008

23.03.2007

23.03.2007


Photo credits & related:
-
Wo ist denn der Bär?/The Epoch Times 23.03.2007 (incl. photos Franka Bruns/AP)
-
Knut hat einen großen Auftritt/The Epoch Times 23.03.2007
- Photos: Christina M 22.03.2011,
23.03.2010, 23.03.2009, 23.03.2008

Montag, 21. März 2011

Kein Ort Nirgends....No Place Anywhere....

Heute...Today

Ich habe noch keine Worte um all das auszudrücken, was mir, seit ich von Knuts Tod erfahren habe durch den Kopf geht...Soviele Bilder von ihm der letzten vier Jahre sind in mir und werden immer in mir bleiben. Die Zartheit und Sanftheit dieses Bären haben mich immer besonders berührt, noch ist nicht bei mir angekommen, dass er nicht mehr ist, nie wieder selbstvergessen mit einem Stöckchen spielt, so wie noch kurz vor seinem Tod.

Ich komme nicht umhin auch an die vielen Menschen in Japan zu denken, die neben ihrem Heim ihre Angehörigen und Freunde bei dem Erdbeben und Tsunami verloren haben. Wenige Minuten haben alles verändert, so dass nichts mehr war wie vorher. Vielen bleibt Abschied nur in der nacktesten Form zu nehmen, der Tsunami hat auch die Hoffnung zunichte gemacht, die Menschen und Tiere, die einem lieb waren zu Grabe zu tragen, Erinnerungsstücke wie Fotos und andere Gegenstände - verloren für immer.

Kein Ort nirgends bereitet einen auf den Schmerz vor, den es bedeutet ein geliebtes Wesen zu verlieren, ganz besonders wenn der Tod ganz plötzlich kommt,
kein Ort wird wieder so wie er war.

Trauer ist eine Insel- Erinnerungen die Welt.

Gestern...Yesterday

I
have no words to express my thoughts and feelings since the moment I have learned of Knut's death. So many images of him during the last four years are in me, and will always remain in me. The delicacy, softness and tenderness of that bear have always touched me most, it has not yet reached my mind that he is no more, that he never again will play obliviously with a stick, as he did shortly before his death.

I can't help to think of the many people in Japan who have lost everything
within the few minutes the earthquake and tsunami struck , their homes, their families, their loved ones. A few minutes have changed everything, so that nothing was, is and will be the same before. Many have to say farewell in the barest form ever, the tsunami destroyed ​​the hope to pay last respects by burying the people and animals who have been dear, photos and other personal items of sentimental value are gone - lost forever.

No place anywhere is preparing us for all the pain when we lose a loved one,
no
place will ever be the same again.

Mourning is an island - memories the world.


We must embrace pain and burn it as fuel for our journey.

~Kenji Miyazawa
~

Photos: Christina M.