Dienstag, 14. Dezember 2010

Antarctic Navigation

English edition

This is the cover of the English edition of Antarctic Navigation one of the most compelling novels I have ever come to read. I would read it again immediately if I hadn't given the book to a German friend some years ago.On more than 800 pages one will find the unusual story of an unusual woman, whose relation to ice and snow and her passionate interest in everything connected to Scott's South Pole expedition and his failure leads to the only logical consequence, to organize a South Pole expedition herself, sure all a bit different as one would expect given the means and her friends she takes with her.


Unfortunately I have not been able to find a longer excerpt, so just here the shortest review I found:

"Arthur's epic novel chronicles a modern-day woman whose disgust with society's plundering of the environment leads to her decision to recreate Robert Scott's failed Antarctic expedition of 1910."


Hier das Cover der dt. Ausgabe

Ich sage es sofort, dies ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher, welches ich jetzt sofort wieder lesen würde, wenn ich es nicht vor ein paar Jahren einer Freundin nach Deutschland mitgegeben hätte. Auf mehr als 800 Seiten findet sich die ungewöhnliche Geschichte einer nicht ganz gewöhnlichen jungen Frau, deren Bezug zu Schnee und Eis und ihrem leidenschaftlichen Interesse an allem, was mit Scotts Südpolexpedition und seinem Scheitern zu tun hatte, sie dazu bringt, eine eigene Südpolexpedition auf die Beine zu stellen, und das mit ebenfalls nicht ganz gewöhnlichen Mitteln und Freunden.

Hier ein Auszug

"Schlittenfahrt"

Mein Name ist Morgan Lamont. Wenn ich nun endlich beginne, diese Geschichte zu erzählen, verweile ich an einem Ort, den nur wenige meiner Leser jemals besucht haben werden - es ist ein rauher Ort, ein schöner Ort. Soweit ich weiß, ist hier noch niemals ein Mensch zur Welt gekommen, denn bisher hat es auch nur wenige Frauen hierher verschlagen. Viele allerdings sind hier gestorben. Durch das Fenster meines Zimmers in Framheim sehe ich den Erebus unter dem Mond Erebus, der für mich immer mein Vulkan sein wird. Er ist benannt nach einem der Schiffe, mit denen James Clark Ross 1840 in die Antarktis kam - das andere war die Terror -; sein Name geht also direkt auf die ersten Erkundungen dieses Kontinentes durch unsere Spezies zurück. In der klassischen Mythologie war Erebus der Ort, den die Seelen der Toten auf ihrem Weg zum Hades passierten. Sie setzten über von einem Leben zu einem anderen, und das gleiche ist mir widerfahren; ich habe das Eis der Antarktis durchmessen und bin dadurch eine andere geworden.

Auf jeden Fall will ich meine Geschichte von Anfang an erzählen, wenigstens, soweit dies möglich ist. Mir ist aufgefallen, daß viele Geschichten in der Mitte beginnen, wo sie am umfangreichsten sind. Aber in Wirklichkeit fangen die Dinge klein an und werden dann größer, bis sie schließlich wieder klein werden. So geht es mit allem Lebendigen und auch mit den meisten Dingen, die nicht lebendig sind. Wir alle gehen aus von einem einzelnen Atom, einem Samen oder einer Zelle, von einem einzelnen Elektron, einem einzelnen subatomaren Partikel. Und Geschichten fangen mit einem einzelnen Ausdruck an, »vor langer, langer Zeit«, »am Anfang«. Die Geschichte vom Eis begann mit den griechischen Vorsokratikern, die nicht nur vermuteten, daß die Erde rund sei, sondern auch annahmen, daß es eine südliche Landmasse geben müsse.
(Quelle)



Und das ist die Autorin, die mich dazu brachte, alles, was mit dem Südpol zu tun hat mit anderen Augen zu sehen

1990 nahm Elizabeth Arthur als einzige Schriftstellerin am Programm der Antarctic Artists and Writers teil. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Erfahrungen in der Antarktis entstand ihr Roman Eislandfahrt.-

In 1990, Elizabeth Arthur had the possibility to get to Antarctica herself , via the Antarctic Artists and Writers she won an Operational Support Grant from the National Science Foundation which certainly had lots of influence on the writing of the book.

Descripción:

El amor de la naturaleza, los paisajes helados, el respeto a la vida, la honestidad, la amistad y la integridad humana son los elementos reales de ese viaje cuya finalidad es demostrar al mundo que es posible llevar una vida plena sin hacer daño a los demás ni a la naturaleza.


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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Birgit,

wie schade, dass Dir das Buch abhanden gekommen ist.
Ich werde mich mal auf die Suche im Buchhandel machen, weil Du mich neugierig gemacht hast.
Eine Frau auf den Spuren Scotts in der Antarktis - unglaublich.

Ich habe in den letzten Tagen gleich zwei TV Sendungen zu diesen
Expeditionen gesehen. Man kann sich diese Strapazen von vor 100 Jahren mit der primitiven Ausrüstung angesichts des heutigen hightec Materials überhaupt nicht vorstellen.

Danke für den tollen Buchtipp
und herzliche Grüße
Britta-Gudrun

Simba hat gesagt…

Liebe Britta-Gudrun,

Dieser Beitrag ist ein wenig kurz geraten. Ich hätte gerne noch ein paar Zitate einfließen lassen aus dem Buch selbst, denn es gab soviel, was mich begeistert hat. Es ist ein liebenswertes Buch, nicht nur wegen der Expedition.

Es gibt einen Freund, den sie u.a. mitnimmt, der eine ganz besondere Beziehung zu Hunden hat, alleine die Darstellung dieses Freundes lohnt das Buch.

Es gibt immer wieder überraschende Momente und was ich besonders aufregend fand, waren Beschreibungen von Personen in einem Lager, die ich meinte wiederzuerkennen aus einem anderen, nicht fiktiven Buch von Freunden, die regelmäßig Antarktisexpeditionen mit ihrem Segelboot Freydis gemacht haben.

Ich werde das Buch sicherlich irgendwann wieder haben, ich bekam es ursprünglich von einem deutschen Segler, eine Tasche voller Bücher, die ich alle vorher las bis es dann eben keine Krimis mehr gab, man kann sich meine Überraschung gar nicht vorstellen, als ich dann erkannte, um was für ein Kleinod es sich bei diesem Buch handelte.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt nur noch rudimentäre Erinnerungen aus dem Englischunterricht zu Amundsen und Scott, und so begann ich während der Lektüre des Buches immer auch parallel zu diesen beiden nachzulesen, vieles machte mich neugierig und das Schöne ist, dass die Neugier seither nie eingeschlafen ist, genauso wenig wie die Faszination, was die Farben und das Leben in der Antarktis angeht.(Der Fotobeitrag am 14.war ebenfalls nicht zufällig).

Und nun ist es schon 100 Jahre her (deshalb natürlich auch der "Überraschungslink" zum 14.12., dass Amundsen die Fahne am Pol gehisst hat...und auch Scott auf dem Weg war.

Wie wohl gestern Elizabeth Arthur diesem Tag gedacht hat? Sie selbst mochte Amundsen ja so gar nicht, aber das ist eine andere Geschichte und am besten liest man sie einfach selbst, mit viel Zeit und Muße.

Ganz liebe Grüße von einer Insel nördlich der Antarktis, und wo es so ganz anders aussieht und es gerade nur ziemlich heiß ist...

Birgit